Die kleine Pause - Lehrercoaching
#94 Warum ich gekündigt habe

#94 Warum ich gekündigt habe

#94 Warum ich gekündigt habe

… und wie es jetzt bei mir weitergeht

 

Letzte Woche habe ich’s getan: Ich habe gekündigt.
Nach 25 Jahren als Lehrerin.

Wer mich kennt, ist von meiner Entscheidung nicht besonders überrascht.

Trotzdem werde ich im Moment vor allem gefragt:

Warum hast du das gemacht?
Hast du dir das gut überlegt?
Und was machst du jetzt?

In dieser Podcast-Folge gibt’s die Antworten!

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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#93 Co-Teaching

#93 Co-Teaching

#93 Co-Teaching

Interview mit Sandra Mubaraka

 

„Niemand kann eine Sinfonie pfeifen. Man braucht ein Orchester, um sie zu spielen.“
Das sagt Sandra Mubaraka, mein heutiger Gast. Als Förderschullehrerin war sie 20 Jahre an vielen verschiedenen Schulen im gemeinsamen Lernen tätig. Zur Zeit leitet sie das Seminar sonderpädagogische Förderung im ZfsL Lüdenscheid.

 

Sandra Mubaraka hat jede Menge Erfahrungen mit Kooperation in der Schule. Sie weiß, dass die Zusammenarbeit im Team anfangs anstrengend und zeitintensiv sein kann.
Sie kennt aber auch die Chancen von Kooperation: Jeder kann seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen, zum Nutzen für das ganze Team und auch für sich selbst.
So entsteht eine Sinfonie!

Im Interview sprechen wir vor allem über Co-Teaching:

Wie geht das überhaupt?
Was sind die ersten Schritte, wenn wir damit anfangen möchten?
Was bringt Co-Teaching: Den Schüler:innen und uns Lehrkräften?

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

Shownotes

Text

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#92 LehrKräfte stärken: Live-Mitschnitt vom Klett Campus 2022

#92 LehrKräfte stärken: Live-Mitschnitt vom Klett Campus 2022

#92 LehrKräfte stärken:

Live-Mitschnitt vom Klett Campus 2022

Heute gibt’s eine Premiere im Podcast: Du hörst einen Live-Mitschnitt vom Klett Campus 2022 „LehrKräfte stärken“.

In der vergangenen Woche durfte ich dort eine Gesprächsrunde moderieren. Meine Gäste: Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des deutschen Lehrerverbandes und Tilo Knoche, einer der Geschäftsführer des Klett-Verlages.

Unser Thema: Lehrer:in sein – da wirft dir jemand 100 Bälle zu und sagt: „Fang sie alle!“

Mit meinen Gesprächspartnern habe ich über Unterstützungsmöglichkeiten und über notwendige Veränderungen im System gesprochen.

Außerdem wollte ich wissen: Wie kann der Arbeitsplatz Schule attraktiver werden?

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

Shownotes

Übrigens: Das ist nur ein Mini-Ausschnitt aus einer wahren Schatzkiste von Angeboten auf dem Campus. Dich erwarten dort spannende Diskussionen, Workshops zum Mitmachen und Impulsvorträge. Gäste wie Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, Jonas Deichmann, Prof. Dr. Bärbel Wesselborg und viele weitere haben unter anderem über die Themen Resilienz, Selbstfürsorge, Stressmanagement und Umgang mit Veränderungen gesprochen. Außerdem gibt’s fachliche Unterstützung zu den Schwerpunktthemen Hybrides Unterrichten sowie Diagnose & Fördern.

Du hast den Klett Campus verpasst? Kein Problem! Alle Aufzeichnungen kannst du dir bis zum 31.5.2022 noch in Ruhe anschauen – natürlich kostenlos.

Hier geht’s zum Klett Campus!

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#91 Die pausenfreundliche Schule

#91 Die pausenfreundliche Schule

# 91 Die pausenfreundliche Schule

Bericht aus der Ideen-Schmiede

Gestern habe ich mich mit einem kleinen, feinen Grüppchen von Pausen-Fans getroffen, die sich alle dieselbe Frage stellen: „Wie passen Pausen in unseren Schultag?“

Und heute erfährst du in der frisch aufgenommenen Podcast-Folge, worüber wir uns in der Ideen-Schmiede „Pausenfreundliche Schule“ ausgetauscht haben. Freu dich drauf! Es sind viele schöne Ideen dabei, die du vielleicht auch in deine Schule mitnehmen kannst.

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Happy teachers change the world.

Deine Martina

Shownotes

Den schönen Ruheraum gibt’s in der HLA Hameln. Hier entlang!

Online-Kongress „Ziemlich beste Lehrer:innen“ 

Das ist ein Affiliate-Link: Deine Teilnahme am Kongress ist kostenlos. Solltest du nach dem Kongress das Kongresspaket kaufen, um auch darüber hinaus Zugriff auf alle Interviews zu haben, erhalte ich eine Provision. So kannst du meine Arbeit also unterstützen. Danke!

Klett Campus 2022 – LehrKRÄFTE stärken

 

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# 90 „Gesunde Schule für alle!“ – Interview mit Christoph Köhler

# 90 „Gesunde Schule für alle!“ – Interview mit Christoph Köhler

#90 „Gesunde Schule für alle!“

Interview mit Christoph Köhler

 

Das Duisburger Willy-Brandt-Berufskolleg (WBBK) hat sich diesen Leitsatz auf die Fahnen geschrieben: „Die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens aller Mitglieder der Schulgemeinschaft ist uns besonders wichtig.“

Christoph Köhler arbeitet als Lehrer am WBBK – und er hat dort eine ganz besondere Aufgabe: Er ist der Gesundheitsbeauftragte!

Im Interview erzählt Christoph, wie durch das Prinzip „Gesunde Schule für alle“ innerhalb weniger  Jahren messbar die Gesundheit und Zufriedenheit des Kollegiums gestärkt wurden.

Außerdem sprechen wir über folgende Themen:

  • Was war der Anlass, ein Konzept für Schulgesundheit zu entwickeln?
  • Wie spüre ich als Lehrer:in konkret, dass ich in einer Schule arbeite, die meine Gesundheit wichtig nimmt?
  • Welche Konzepte und Absprachen sind gesundheitsförderlich?

Ich hoffe, du kannst viele gute Ideen für deine Schule mitnehmen!

Übrigens: Dies ist eine weitere Folge aus meiner Themenreihe „Die pausenfreundliche Schule“.
Ich sammle Ideen und Ansätze, um Schule zu einem Wohlfühlort für alle zu machen. Und (auch) uns Lehrkräften erholsame Pausen zu ermöglichen!

Wenn dich die Idee von der pausenfreundlichen Schule genauso begeistert wie mich, dann
lade ich dich herzlich ein zur Online-Ideenschmiede „Pausenfreundliche Schule“.

Wir treffen uns per Zoom am Samstag, den 30.4.2022 von 11-13 Uhr, um Ideen zu sammeln und auszutauschen. Um Fragen zu stellen und uns zu vernetzen.

Hast Du Lust, dabei zu sein? Schreib mir einfach eine Mail an martina@diekleinepause.de mit dem Betreff „Pausenfreundliche Schule“. Dann bekommst du alle weiteren Infos.

Bist du dabei? Wir brauchen dich.

 

Happy teachers change the world!

Deine Martina

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#89 Schulraum ist Lebensraum.

#89 Schulraum ist Lebensraum.

#89 Schulraum ist Lebensraum.

Interview mit Florian Kretzschmar

Was macht denn ein Schulbauberater?

Das habe ich Florian als erstes gefragt, als ich gehört habe, dass er nicht nur „normaler“ Lehrer, sondern eben auch Schulbauberater ist. Falls du es auch noch nicht weißt: In dieser Podcast-Folge erfährst du es!

Außerdem spreche ich mit Florian darüber,

  • welchen Einfluss der Schulraum auf das Lernen, Arbeiten und Wohlfühlen hat
  • wie die Wünsche von Lehrkäften und Schüler:innen beim Neubau von Schulen berücksichtigt werden
  • welche Maßnahmen sinnvoll sind, um auch ältere Schulgebäude zu echten Lebensräumen zu machen.

Dies ist eine Folge aus der Themenreihe „Die pausenfreundliche Schule“.
Ich sammle Ideen und Ansätze, um Schule zu einem Wohlfühlort für alle zu machen. Und (auch) uns Lehrkräften erholsame Pausen zu ermöglichen!

Wenn dich die Idee von der pausenfreundlichen Schule genauso begeistert wie mich, dann lade ich dich herzlich ein zur

Online-Ideenschmiede „Pausenfreundliche Schule“.


Wir treffen uns per Zoom am Samstag, den 30.4.2022 von 11-13 Uhr, um Ideen zu sammeln und auszutauschen. Um Fragen zu stellen und uns zu vernetzen.

Hast Du Lust, dabei zu sein? Schreib mir einfach eine Mail an martina@diekleinepause.de mit dem Betreff „Pausenfreundliche Schule“. Dann bekommst du alle weiteren Infos.

Bist du dabei? Ich würd‘ mich freuen!

Denn wir brauchen dich!

 

Happy teachers change the world.

Deine Martina

Shownotes

10 Thesen für die Schule von heute

Florian auf Instagram und Twitter: lernraum_ent

Youtube: Lernräume entwickeln :: online

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Pausen-los durch den Schultag?

Pausen-los durch den Schultag?

Pausen-los durch den Schultag?

Warum wir pausenfreundliche Schulen brauchen

Lass uns eine Revolution starten: Die Revolution von der pausenfreundlichen Schule!

Warum ist mir dieses Thema so wichtig?

Ich weiß: Nur, wenn ich voller Energie bin, kann ich die Lehrerin sein, die ich gerne sein möchte.
Nur wenn ich einen klaren Kopf habe, kann ich meine Schüler:innen so begleiten, dass ich am Ende des Tages stolz auf mich bin.

Dafür brauche ich Pausen. Eigentlich logisch, oder?

Und doch weiß ich, dass es in den meisten Schulen ist fast unmöglich, Zeit zu finden für erholsame Pausen.

Ich möchte das gerne ändern.

Wenn du den Podcast regelmäßig hörst, dann hast du von mir schon viele Anregungen bekommen, wie du Pausen in deinen Schultag integrieren kannst. (Schau mal unten in den Shownotes!)

Bei der pausenfreundlichen Schule geht’s aber nicht mehr nur um dich, dein Know-How über effektive Pausen. Um deine klare Absicht, im fordernden Schulalltag gut auf dich zu achten.

Das alles ist sehr wichtig, und mindestens genauso wichtig sind auch die Rahmenbedingungen deiner Schule, damit du überhaupt Zeit und Raum findest für deine Pausen!

Denn es ist verdammt anstrengend – und vielleicht sogar unmöglich, gut für dich zu sorgen, wenn dein Umfeld das nicht fördert oder zumindest respektiert.

Viele von uns erleben ihren Arbeitsplatz in der Schule aber eben genauso – sie haben ein schlechtes Gewissen, sich in dem ganzen Trubel einfach mal ein paar Minuten hinzusetzen und ihr Brot in Ruhe essen. Viele schaffen es ja noch nicht einmal, in Ruhe zur Toilette zu gehen. Und manche verstecken sich sogar, um mal ein bisschen Ruhe zu haben.

Und ich war in den letzten 10 Jahren auch an mindestens 100 Schulen unterwegs, die zwar schön gestaltet sind in Bezug auf die Schüler:innen – die aber nicht einmal die grundlegendsten Bedürfnisse von uns Lehrkräften erfüllen.

Ich finde, das muss sich unbedingt ändern! Deshalb sage ich: Wir brauchen endlich pausenfreundliche Schulen.

So eine Revolution kann ich nicht alleine starten. Ich brauche dich und ganz viele andere Kolleg:innen, die genauso überzeugt sind, dass das wichtig ist.
Um dich für die pausenfreundliche Schule zu begeistern, stelle ich erstmal die grundlegende Frage:

Warum sind Pausen im Schulalltag denn soooo wichtig? Unverzichtbar?
Reicht es denn nicht auch, wenn wir uns mittags / nachmittags nach der Schule ausruhen? Oder am Wochenende?

Zuerst einmal: Was meine ich überhaupt mit Pause?

Pause ist ja eigentlich die Zeit, in der etwas ruht, nicht stattfindet oder nicht getan wird.
Pause, das heißt: Zeit für Regeneration, Abschalten, Umschalten, Nichtstun.

Morgens in der Schule gibt’s ja jede Menge Pausen – aber das echte Pausenfeeling gibt‘s nur für unsere Schüler:innen

Für uns Lehrer:innen bedeutet „Pause“ im schulischen Kontext erstmal einfach nur:„Die Zeit zwischen zwei Unterrichtsstunden – vom Klingeln am Ende der einen Stunde bis zum Klingeln, das den Beginn der nächsten Stunde ankündigt.“

Mit viel Glück kannst du als Lehrerin in dieser Zwischenzeit ein bisschen was unterbringen, was deiner Erholung und Regeneration dient.
Deshalb sage ich:

Schulpausen sind eine Mogelpackung!

Nicht überall, wo Pause draufsteht, ist auch Pause drin.

Und ich wollte mal wissen, ob ihr das genauso erlebt wie ich. Deshalb habe ich eine Umfrage gestartet:Was tust du am häufigsten in deiner Schulpause?

Fast 500 Kolleg:innen haben teilgenommen, das  Ergebnis siehst du hier:

Schulpausen

 

„Entspannen“ – der eigentliche Sinn von Pause – landet auf Platz 10!
Ganz vorne: Aufsicht führen, Gespräche mit SuS, Kopieren und Raumwechsel. Zum Glück auch Toilettenbesuch, Essen & Trinken.

Entspannen auf Platz 10 … Schulpausen haben definitiv nichts zu tun mit Regeneration, Abschalten, Umschalten, Nichtstun.

Das Problem: Die meisten akzeptieren das einfach so. Sie nehmen es wie eine unveränderliche Tatsache hin: So ist Schule halt. Den anderen geht’s auch nicht besser. Das muss man eben aushalten. Dann spare ich mir das Ausruhen halt fürs Wochenende auf.

Oder wir vergleichen uns mit Leuten, die in anderen Berufen arbeiten und da auch nicht ordentlich Pause machen können.

Oder es wird das Arbeitsrecht zitiert, das tatsächlich aussagt, dass uns eine Pause erst nach 6 Stunden Arbeitszeit zusteht. Wenn ich also um 7 Uhr in der Schule starte, dürfte ich rein rechtlich erst um 13 Uhr meine erste Pause einlegen.

Unterrichten ist nicht irgendein Job, sondern eine extrem anspruchsvolle Arbeit, bei der du permanent hochkonzentriert sein musst. Nicht umsonst wird diese Tätigkeit mit der Arbeit von Fluglotsen verglichen – denn ebenso wie ein Fluglotse bist du die ganze Zeit aufmerksam und triffst wichtige Entscheidungen: Hier mal eine Untersuchung dazu:

„Lehrerinnen und Lehrer haben in einer Unterrichtsstunde bis zu 200 Entscheidungen zu treffen und dabei im Durchschnitt 15 „erzieherische Konfliktsituationen“ zu meistern. Bei fünf Unterrichtsstunden sind das ungefähr 1000 Entscheidungen und 75 erzieherische Konflikte.“

Wahnsinn, oder? Da passt der Vergleich mit den Fluglotsen.

Aber in Bezug auf Pausen gibt’s da einen wesentlichen Unterschied:

Fluglotsen dürfen maximal zwei Stunden am Stück arbeiten und müssen danach eine halbe Stunde Pause einlegen – die zählt als Arbeitszeit.

Dass wir nicht verpflichtet sind, genau so häufig Pausen einzulegen – ja, dass es überhaupt nicht vorgesehen ist für uns, das spiegelt wider, wie wenig Wertschätzung für die hochkomplexe Tätigkeit des Unterrichtens da ist.

Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob die Unterrichsstunde gut läuft und du mit deinen SuS in einen richtigen Flow kommst – oder ob es eine von den Stunden ist, in denen alles schief geht und deine SuS nerven – beide Varianten sind hochkomplex und anspruchsvoll.
Und dein ganzes Nervensystem braucht nach einem Flow ebenso dringend eine Pause wie nach einer Fruststunde.
Pausen sind kein unnötiger Luxus.

Aber bekommst du die Pause? In der Regel nicht.

Wenn wir nach einer oder zwei Stunden Hochkonzentration rauskommen aus dem Klassenzimmer, geht’s für uns genauso anstrengend weiter: Um uns herum ist es weiterhin laut, wir sind pausenlos in Interaktion mit anderen, müssen reagieren, antworten, entscheiden und organisieren.
Psychologe Michael Mehrgardt hat beschrieben, was mit uns passiert, wenn das stundenlang aushalten müssen:

„Crowding“ führt zu einer andauernden sensorischen Überstimulation, welche die physiologischen Parameter nachhaltig in die Höhe treibt. Der Lehrer kann sich diesem nicht entziehen, auch „Pausen“ finden in Ansammlungen von Menschen statt. Dies erfordert ständige physische, psychische und geistige Arbeit und verbraucht Energie.“

Um in so einem Schulalltag zu überleben, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als unsere Körperwahrnehmung abzuschalten. Wir fühlen dann gar nicht mehr, wie es uns geht, dass wir müde sind, genervt, angespannt. Erst mittags oder nachmittags, wenn wir nach Hause kommen, sind wir total erschöpft, wollen am liebsten nur noch schlafen.

Das alles sind keine persönlichen Befindlichkeiten oder die Wahrnehmung einzelner Lehrer:innen.

 Studien zeigen, dass sich über 80% der der Lehrkräfte stark belastet fühlen durch die fehlende Möglichkeit, sich in der Schulpause zu erholen.

Einer von TIESLER, BERNDT, STRÖVER u. SCHÖNWÄLDER, u.a. 2002a durchgeführten Untersuchung zufolge steigt in den Pausen die Pulsfrequenz von Lehrkräfte sogar an- ein klares Anzeichen für die hohe psychophysische Belastung in Schulpausen.

Pausen-los durch den Schultag -was passiert da mit mir?

Ich mache einen anstrengenden und anspruchsvollen Job.

Ich habe keine oder wenig Möglichkeiten, im Rahmen meiner Arbeitszeit angemessene Pausen zu machen.

Das führt dazu, dass meine Anspannung im Laufe eines Schulmorgens immer mehr steigt.

Das hat kurzfristig und langfristig Auswirkungen auf meine Gesundheit:

Stresserkrankungen sind laut WHO die Gesundheitsgefahr Nr. 1.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Migräne, Schlafstörungen, Tinnitus, Burnout, … das ist eigentlich schon dramatisch genug.

Und was mindestens genauso dramatisch ist:

Wenn wir im Stressmodus sind, dann sind wir nicht lösungsorientiert. Dann sind wir nicht wirklich offen für unsere Schüler:innen. Dann sind wir nicht in der Lage, flexibel und vielleicht sogar mit Humor auf all das zu reagieren, was uns so im Laufe eines Schultages begegnet.

Kurz gesagt: Wenn ich in meinem Schultag keine Pausen machen kann, dann kann ich nicht die Lehrerin sein, die ich sein möchte.

Leute, unser Job ist nicht irgendein Job!

Auch, wenn dir das vielleicht nicht jeden Tag bewusst ist: Mit deinem Unterricht gestaltest du die Zukunft mit!
Die Art und Weise, wie du mit deinen Schüler:innen umgehst, ob und wie du sie inspirierst, das wird sie prägen.
Ganz nach meinem Leitspruch „Happy teachers change the world“.

Das ist eine riesengroße Verantwortung, die du trägst. Die wir da alle gemeinsam übernommen haben, als wir diesen Job gewählt haben. Und wenn uns das wirklich klar ist, welche große Chance darin liegt, wenn wir unsere Arbeit voller Energie machen, dann ist doch auch klar, dass wir uns für pausenfreundliche Schulen stark machen müssen! Dass wir aufhören müssen zu glauben, dass Pausen in unserem Schultag keinen Platz haben.

Was meine ich mit pausenfreundlicher Schule?

Eine pausenfreundliche Schule

… ist ein Lebensraum, an dem ich mich wohlfühle

… ist ein Ort, an dem meine grundlegenden Bedürfnisse respektiert werden

… ist eine Gemeinschaft, in der der Wert von Pausen geschätzt wird

… versteht Pausen als einen selbstverständlichen Bestandteil des Schulmorgens

… hat Zeiten und Räume für erholsame Pausen

… und bestimmt noch vieles mehr!

 

Und nun? Wie starten wir die Revolution?

Jetzt hast du vielleicht bis hierher gelesen und denkst: Na toll, meine Schule ist überhaupt nicht pausenfreundlich. Wie soll ich das jemals ändern?

Oder du sagst: Na klar, an meiner Schule fühle ich mich richtig wohl. Da passiert schon ganz viel Pausenfreundliches.

Egal, wie’s bei Dir aussieht: Ich brauche Dich! Deine Fragen, deine Ideen, deine guten Beispiele. Ich möchte von dir wissen: Was nervt dich? Was würdest du gerne ändern? Was wünschst du dir? Und wo gibt’s Vorbilder?

Ich habe da schon einige Ideen, wie unsere wir unsere Schulen pausenfreundlicher gestalten können.

Wir könnten nachdenken über die Räume, die wir brauchen. Über die Unterrichts- und Pausenzeiten. Über die Absprachen zu Arbeitszeiten, die wir in unserem Team treffen. Und bestimmt noch über vieles andere.

Das alles kann ich mir gar nicht alleine ausdenken. Und ich bin sicher, dass es an vielen Schulen auch schon richtig gute Ideen und Konzepte dazu gibt.

Deshalb möchte ich dich und hoffentlich ganz, ganz viele andere Kolleginnen einladen zu einem

Online-Ideencamp zum Thema „Pausenfreundliche Schule“.

Wir treffen uns per Zoom am Samstag, den 30.4.2022 von 11-13 Uhr, um Ideen zu sammeln und auszutauschen. Um Fragen zu stellen und uns zu vernetzen.

Wenn dich das Thema „Pausenfreundliche Schule“ anspricht, dann bist du auf jeden Fall richtig!
Hast Du Lust, dabei zu sein? Dann schreib mir eine Mail an martina@diekleinepause.de mit dem Betreff „Pausenfreundliche Schule“. Dann bekommst du alle weiteren Infos.

Lass uns gemeinsam eine Revolution starten! Lass uns die Idee von der pausenfreundlichen Schule raustragen in unsere Schulen, damit wir alle unseren Job so machen können, dass wir am Ende des Tages richtig stolz auf uns sind!

Denn das ist das Wichtigste, was wir unseren Schüler:innen mitgeben können: Wir können ein Vorbild dafür sein, gut auf uns selbst achten, in dieser Welt, die sich immer schneller dreht.

Bist du dabei? Wir brauchen dich.

 

Happy teachers change the world!

 

Deine Martina

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#87 „Das habe ich dir doch schon 1000mal gesagt …“

#87 „Das habe ich dir doch schon 1000mal gesagt …“

#87 „Das habe ich dir doch schon 1000mal gesagt …“

Sozialziele klären mit dem T-Diagramm

„Das habe ich dir doch schon 1000mal gesagt …“ – wer kennt diesen Stoßseufzer nicht?

Wenn du auch regelmäßig gefrustet bist, weil deine Schüler:innen es einfach nicht hinbekommen, höflich zu sein, gut zuzuhören, usw. – dann ist das T-Diagramm eine gute Idee für dich!
Ein Tipp aus der Praxis für die Praxis – für deinen entspannten Unterricht.

 

Viel Freude beim Ausprobieren und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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#86 Mein Kollegium ist mein Kapital

#86 Mein Kollegium ist mein Kapital

„Mein Kollegium ist mein Kapital.“

die kleine Pause mit Sylvia Schilling

 

Eigentlich wollte Sylvia niemals Schulleiterin werden. Nun ist sie’s doch!

Und wenn sie schon Schulleiterin ist, dann möchte sie auch gestalten: Für die Schülerinnen und Schüler hat sie das Freiday-Projekt entdeckt.

Und auch das Wohlbefinden ihrer Kolleginnen liegt ihr ganz besonders am Herzen.

Deshalb haben sich alle gemeinsam auf den Weg gemacht, eine „pausenfreundliche Schule“ zu werden.

Im Interview erzählt Sylvia von Pausen-Buddies und Mittagsschläfchen, von HASE-Formel und Kühlpacks und warum sie findet: „Mein Kollegium ist mein Kapital.“

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

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Deine Martina

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#85 Konfliktgespräche führen

#85 Konfliktgespräche führen

#85 Konfliktgespräche führen
Interview mit Bardo Schaffner

Ziemlich am Anfang meines Lehrerinnenlebens, vor über 20 Jahren, hatte ich Riesenglück: Ich bin in einem Kommunikationstraining von Bardo Schaffner gelandet!

Was ich in diesen 3 intensiven Tagen gelernt habe, hat mich sehr geprägt. Denn Bardo Schaffner hat nicht einfach Kommunikationsmuster theoretisch erklärt, sondern durch praktische Beispiele und Bilder erfahrbar gemacht.
Manches davon habe ich heute noch im Kopf: Das Ärger-Rabattmarkenheft zum Beispiel.

Jetzt hat Bardo Schaffner seinen großen Erfahrungsschatz in ein Buch gepackt: „Einer von uns beiden muss sich ändern und mit dir fangen wir an!“
Man merkt’s schon am Titel: Ein Konfliktratgeber der besonderen Art, speziell für Lehrer:innen.

Im Interview verrät Bardo Schaffner

  • was Konflikte und das Wetter gemeinsam haben
  • was mit deinem angestauten Ärger passiert
  • warum es so wichtig ist, dein Selbstwertgefühl zu stärken
  • Tipps für den Umgang mit „Konflikt-Klassikern“.

 

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#84 Mein Entscheidungs-Navi

#84 Mein Entscheidungs-Navi

#84 die kleine Pause mit Anika Trillmann:

„Mein Entscheidungs-Navi“

Wer kennt sie nicht – die Momente im Schulalltag, wo jemand sagt: „Kannst du bitte mal eben …?“
Genau diese kleinen Anfragen zwischendurch sind es, die uns oft viel mehr Zeit und Energie kosten, als uns lieb ist.  Trotzdem tun wir’s immer wieder: Wir sind nett, sagen ja – und ärgern uns am Ende über uns selbst.

Mein heutiger Gast Anika hat das auch oft genug erlebt. Sie war eine der Teilnehmerinnen in meinem letzten Learning out loud-Circle und wollte ganz grundlegend etwas verändern an diesem Automatismus.
Also hat sie die 7 Wochen im Circle genutzt, um sich klar zu werden, wie sie zukünftig mit solchen spontanen Anfragen umgehen möchte.
Am Anfang stand die Idee eines „Gesprächs-Fahrplans“. Doch Anika merkte schnell, dass es mit ein paar knackigen Formulierungen nicht getan war.
Im Podcast erzählt sie, wie ihre Lernreise verlaufen ist. Sie stellt ihren „Entscheidungs-Navi“ vor und berichtet, wie er ihr gerade in der Alltagshektik zu klaren Entscheidungen verhilft.

Und ganz im Sinne von „Learning out loud“ stellt Anika dir ihren Entscheidungs-Navi zur Verfügung!
Du kannst ihn dir hier herunterladen.

 

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#83 Mein wichtigster Tipp für dein Zeitmanagement

#83 Mein wichtigster Tipp für dein Zeitmanagement

Mein wichtigster Tipp für dein Zeitmanagement

Wie du es schaffst, weniger zu tun zu haben

 

Heute geht’s um das Kostbarste, das du hast: Deine Zeit.

Ich bin schon sehr oft gefragt worden, ob ich nicht mal eine Podcast-Folge über „Zeitmanagement“ aufnehmen kann. Hier ist sie!

Ich teile mit dir meinen wichtigsten Tipp zu diesem Thema:
Es geht nicht darum, mehr schaffen, sondern: Weniger zu tun haben.

Klingt verrückt? Finde ich nicht. Außerdem verrate ich dir,

  • warum dich Zeitmanagement-Techniken alleine nicht weiterbringen und
  • welche Fragen dir helfen, Aufgaben von deiner ToDo-Liste zu streichen.

Leg dir auf jeden Fall was zu schreiben bereit und los geht’s: Sorge dafür, dass du weniger zu tun hast!

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

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Deine Martina

Shownotes

Hier gibt’s dein Gratis-Ticket für den Online-Kongress „Glücksfaktor Balance“ vom 10.-14.1.2022:

Gratis-Ticket

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#82 Wie ich es immer wieder schaffe, richtig viel Adventsstress zu haben

#82 Wie ich es immer wieder schaffe, richtig viel Adventsstress zu haben

#82 Wie ich es immer wieder schaffe, richtig viel Adventsstress zu haben

13 Strategien, die ich dir NICHT empfehle

Überall gibt’s gute Ratschläge für eine entspannte, besinnliche Adventszeit: in Podcasts, Blog-Artikeln, Radio-Interviews und sogar in der Frauenzeitschrift beim Friseur bekommen wir dafür wertvolle Tipps.

Ja! Ich weiß das alles und trotzdem war ich dieses Jahr schon am Vorabend des 1. Advent fix und fertig. Wieder einmal!

Verdammt nochmal, wie schaffe ich das eigentlich immer wieder, so viel Stress zu haben?

Mit der Frage habe ich mich in die Badewanne gelegt. Herausgekommen ist dabei diese Podcast-Folge, in der ich dir meine 13 bewährten, garantiert wirksamen Strategien für richtig viel Adventsstress teile. Strategien, die ich dir NICHT empfehle!

Vielleicht erkennst du dich wieder – vielleicht hast du andere (noch wirksamere?) Strategien als ich.
Schreib mir gerne an martina@diekleinepause.de von deinen Erfahrungen!

Ich wünsche dir eine möglichst stressarme Adventszeit!

 

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Deine Martina

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#81: Kündigen.

#81: Kündigen.

#81 Kündigen:

die kleine Pause mit Anja Ramirez.

„Ich schmeiß‘ den Job hin!“ – das sagen viele von uns. Und manche tun’s dann auch tatsächlich.

Eine, die es getan hat, ist Anja Ramirez. Sie war viele Jahre Grundschullehrerin, bis sie merkte, dass dieser Job nicht mehr passt für sie. Keine leichte Entscheidung, und doch sagt sie heute: „Die Kündigung war die beste Entscheidung meines Lebens.“

Im Interview erzählt sie,

  • warum sie sich in unserem Schulsystem nicht mehr wohlgefühlt hat,
  • wie es ihr ging auf dem Weg zur Entscheidung,
  • wie ihr Umfeld auf die Kündigung reagiert hat und
  • womit sie heute ihre Brötchen verdient.

Vor allem gibt uns Anja einen Einblick in ihr neues Lebensgefühl und berichtet, was sich nach der Kündigung bei ihr verändert hat.  

 

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#80 Life after Lehramt – Interview mit Isabell Probst

#80 Life after Lehramt – Interview mit Isabell Probst

#80 Life after Lehramt

Interview mit Isabell Probst 

„Ich glaube, ich kann erst wieder glücklich werden, wenn ich nicht mehr Lehrerin bin.“

Dieser Gedanke beschäftigte Isabell Probst einige Jahre lang, bis sie schließlich 2015 beschloss, ihren Job als Studienrätin an einem Gymnasium aufzugeben.

Damals erlebte sie, dass es auf dem Weg zur Kündigung kaum Beratung und Unterstützung für sie gab.
Heute gibt sie deshalb Lehrkräften mit Kündigungswunsch genau die Begleitung, die sie sich damals gewünscht hätte.

Im Gespräch mit mir erzählt Isabell

  • warum sie gekündigt hat
  • wie eine Kündigung abläuft
  • welche Gründe ihre Klient:innen für den Aussteig aus dem Lehrerjob haben
  • in welchen Berufen Ex-Lehrkräfte glücklich werden können.

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Deine Martina

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#79 Was ein Schulwechsel bewirken kann

#79 Was ein Schulwechsel bewirken kann

#79 Was ein Schulwechsel bewirken kann

Love it, change it – or leave it

 

Heute gibt’s eine weitere Folge aus der Reihe „Ist das noch der richtige Job für mich?“

Manchmal ist der Job goldrichtig, aber die Schule passt einfach nicht zu dir. Gründe dafür gibt’s genug: Vom weiten Fahrtweg über fordernde Eltern bis hin zu Mobbing im Kollegium.
Dann kann ein Schulwechsel eine Menge bringen!

In dieser Podcast-Folge erzähle ich dir von meinen Erfahrungen mit einem Schulwechsel:

Woran habe ich bemerkt, dass es Zeit ist für einen Wechsel?

Was hat dieser Schulwechsel bei mir bewirkt?

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

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Deine Martina

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#78 So habe ich mir diesen Job nicht vorgestellt …

#78 So habe ich mir diesen Job nicht vorgestellt …

#78 So habe ich mir diesen Job nicht vorgestellt

Denkst du auch manchmal an’s Aufhören?

Immer wieder spreche ich mit Kolleg:innen, die darüber nachdenken, alles hinzuschmeißen. Und auch ich habe schon oft überlegt, ob ich meinen Job in der Schule kündige. Gründe für’s Aufhören gibt’s jede Menge!

In der letzten Woche bekam ich zum Beispiel eine Mail von einer jungen Lehrerin, die schrieb: „Falsche Jobbbeschreibung? Unterrichten ist nur ein kleiner Teil …Immer wieder bin ich mehr mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt, als Unterricht vorzubereiten. Das frustriert mich sehr – ich zweifle immer wieder an meiner Berufswahl.“

In dieser Podcast-Folge greife ich die Frage auf:

Gibt’s eine Jobbeschreibung?

Wie passt sie zu unserer Arbeitsrealität?

Und: Wie gehe ich mit Zweifeln an meiner Berufswahl um?

Diese Folge ist übrigens der Auftakt zu einer Reihe: „Ist das der richtige Job für mich?“

Weiter geht’s mit:

„Love it – change it – leave it“ – Mein Weg (23.10.21)

 „Life after Lehramt“ – Interview mit Isabell Probst (6.11.21)

 „Kündigen“ – Interview mit Ex-Lehrerin Anja Ramirez (20.11.21)

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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#77 Selbstmitgefühl

#77 Selbstmitgefühl

Interview mit Doris Kirch

Für andere da sein, ohne sich selbst zu verlieren – das ist eine wichtige Fähigkeit, um in unserem Job gesund zu bleiben. Um das hinzubekommen, brauchen wir eine gute Portion Selbstmitgefühl.

Selbstmitgefühl?

Was ist denn damit gemeint?

Selbstmitleid? Egozentrik?

Was bringt mir das in meinem Schulalltag?

Mit der Achtsamkeitslehrerin Doris Kirch spreche ich genau über diese Fragen.

 

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# Schon wieder ferienreif?

# Schon wieder ferienreif?

Mehr Leichtigkeit zum Schulstart

„Jetzt hat das Schuljahr gerade erst angefangen, und ich bin schon wieder ferienreif!“

„Ich habe überhaupt kein Leben mehr außerhalb der Schule …“

Ich wette, dass auch in deinem Lehrerzimmer gerade solche Sätze fallen.
Der Schuljahresbeginn ist immer wieder der Wahnsinn!
Und  obwohl wir doch so lange Ferien hatten, unsere Akkus schön aufgetankt sind, hält die Erholung meist nicht lange vor.

Woran liegt das?

Und vor allem: Was hilft? Wie kann dein Schuljahr mit etwas weniger Stress starten? Und mit etwas mehr Zeit für dich und dein Leben – außerhalb der Schule?

Ich hab‘ da ein paar Ideen für dich!

 

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Deine Martina

 

Shownotes:

„Lehrkräftegesundheit – Warum wir Veränderungen im System brauchen“

 

 

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#75 Feiere deine Erfolge!

#75 Feiere deine Erfolge!

Feiere deine Erfolge!

Schuljahres-Rückblick: Bist du stolz auf dich?

Wieder ein Schuljahr vergangen …

Da hast du wirklich jede Menge Gründe, stolz auf dich zu sein! Auf alles, was du geleistet hast. All die Tage, an denen du versucht hast, einen guten Job zu machen – trotz allem.
All die Gespräche, in denen du für andere da warst. All die unerwarteten Überraschungen, nach denen du dich wieder aufgerappelt hast. All die Begegnungen, in denen du andere aufgemuntert hast. Und und und …

Jede Menge Gründe, stolz auf dich zu sein. Oder?
Oder meinst du eher: „Das ist doch nichts Besonderes.“
Oder: „Ich habe gar nicht so viel geschafft, wie ich wollte.“

Wenn das so ist, dann habe ich diese Podcast-Folge extra für dich aufgenommen! Ich wünsche dir nämlich von ganzem Herzen, dass du voller Freude und Stolz auf dieses verrückte, herausfordernde, anstrengende Schuljahr zurückblickst, das jetzt hinter dir liegt.
Ich wünsche dir, dass du anfängst, deine Erfolge zu bemerken – und sie kräftig zu feiern!

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

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Deine Martina

Shownotes

Für deinen Schuljahres-Rückblick empfehle ich dir diese Folgen:

Wie redest du mit DIR?

Mental Load

Perfektionismus

Innere Antreiber

Überleben im Schulalltag

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#74 Sag mal – wie redest du eigentlich mit DIR?

#74 Sag mal – wie redest du eigentlich mit DIR?

#74 Sag mal – wie redest du eigentlich mit DIR?

3 Tipps für nettere Selbstgespräche

 

Weißt du eigentlich, wie viele Gedanken dir jeden Tag durch den Kopf gehen? Die Hirnforschung sagt: Es sind 40.000 bis 80.000!

Und weißt du auch, WAS du so denkst? Was du dir Tag für Tag selbst erzählst?
Es ist sehr spannend, sich das mal anzuschauen. Denn die Hirnforschung hat auch festgestellt, dass uns 10mal mehr negative Gedanken durch den Kopf gehen als positive Gedanken.

Sehr oft geht’s bei den negativen Gedanken um uns selbst:
„Ich hab wieder mal nicht die to do-Liste geschafft!“
„Dafür bin ich einfach zu blöd!“
„Ich bin viel zu schlecht organisiert.“

Wie redest du eigentlich mit dir selbst?
Falls du merkst, dass deine Selbstgespräche nicht besonders nett sind:

In dieser Podcast-Folge gebe ich dir 3 Tipps, wie du das ändern kannst.

 

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Shownotes

Buchtipp:

Manfred Prior, Heike Winkler: MiniMax für Lehrer. Beltz Verlag.

Hörtipp:

Mini-Serie im Podcast: „Rückenwind für Veränderungen“

Setz die Segel neu! – Was möchtest du verändern?

Bestimme deinen genauen Kurs! – Ziele formulieren

So bleibst du auf deinem Kurs! – 3 Tipps, um Gewohnheiten dauerhaft zu verändern

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#73 Mental Load.

#73 Mental Load.

die kleine Pause mit Ann-Marie Backmann:
Mental Load.

 

Kennst du das: Eine nicht enden wollende To-Do-Liste? Und alleine das Dran-Denken macht dich müde …

Das gibt’s im Lehrerjob andauernd und es gibt sogar einen Namen dafür: Mental Load.
Mit der Lehrerin und Bloggerin Ann-Marie Backmann spreche ich heute darüber,

  • was Mental Load überhaupt bedeutet,
  • warum Frauen besonders betroffen sind und
  • wie wir uns entlasten können.

Dazu hat Ann-Marie 10 Ideen gesammelt, die du hier nachlesen kannst.

Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

Shownotes

„Mental Load im Lehrerjob“

Blog-Artikel von Ann-Marie

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#72 Perfektionismus.

#72 Perfektionismus.

#72 Perfektionismus.

3 heilsame Sätze

Hast du auch so einen Hang zum Perfektionismus?
Du kannst stundenlang am Schreibtisch sitzen, um die Materialien noch schöner zu gestalten?
Du hast eigentlich nie so richtig Feierabend, weil es ja immer noch etwas besser geht?

Kenn ich. Denn der „Mach’s perfekt!“-Antreiber ist auch bei mir ziemlich stark.

Inzwischen kann ich aber auch ganz gut mal 5 gerade sein lassen. In dieser Podcast-Folge erzähle ich, was Nam June Paik und eine kleine, verbeulte Goldschale damit zu tun haben.

Und ich teile mit dir 3 heilsame Sätze,
die mich aus der Perfektionismus-Falle herausholen.

Mein Geschenk für dich: Das Kartenset mit meinen Anti-Perfektionismus-Sprüchen!

Trage dich einfach für den Newsletter ein und schon kannst du das Kartenset herunterladen – zusammen mit vielen anderen Materialien aus meinem Ressourcen-Pool.

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

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Shownotes

Mein Geschenk für dich: Das Postkarten-Set mit den heilsamen Sätzen.
Über den Eintrag für meinen Newsletter geht’s zum kostenlosen Download.

Nam June Paik

Innere Antreiber Teil 1

Innere Antreiber Teil 2

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#71 Hochsensibilität.

#71 Hochsensibilität.

die kleine Pause mit @schulheldin Vanessa:

Hochsensibilität.

We are proud to be sensibelchen!

Vanessa und ich sprechen darüber, wie wir den Schulalltag als hochsensible Lehrerinnen erleben.

  • Was bedeutet Hochsensibilität überhaupt für uns?
  • Wie macht sie sich in unserem Beruf bemerkbar?
  • Ist sie vielleicht sogar eine besondere Stärke?
  • Erleben wir manche Situationen besonders belastend?
  • Wie gehen wir damit um?

Ich wünsche dir viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

Shownotes

Vanessas Homepage

Hochsensibilitäts-Test

Buchtipp:

Sylvia Harke: Hochsensibel: Was tun? – Der innere Kompass zu Wohlbefinden und Glück.

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#70 Work-life-balance

#70 Work-life-balance

#70 die kleine Pause mit Sibylle Hinse:

Work-life-balance.

 

Sibylle und ich sind Kolleginnen in der Lehrkräfte-Fortbildung. In einem „Learning out loud-circle“, den ich moderiert habe, war Sibylle als Teilnehmerin dabei.

Ihr Ziel: Jeden Tag etwas Zeit für sich selbst haben.

Und so hat sich Sibylle 7 Wochen lang durch den Dschungel der Zeitmanagement-Tipps geforstet, Kanban-Board & Co. ausprobiert und ein paar kleine Änderungen in ihrem Alltag umgesetzt.

Darüber sprechen wir – und wir verraten auch, warum wir beide allergisch sind gegen den Begriff „Work-life-balance“.

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

Shownotes

„Wie passt die Pause in den Schultag?“ – Wirksame Strategien gibt’s in meinem Online-Workshop. Hier geht’s zur Anmeldung.

Infos zu Learning out loud

Buchtipp:

Leo Babauta: Zen to done. Das ultimativ einfache Produktivitätssystem.

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Wieder mal die Pause vergessen?

Wieder mal die Pause vergessen?

#69 Wieder mal die Pause vergessen?

Wie du das Hamsterrad anhalten kannst

Du weißt genau, dass Pausen dir gut tun. Und trotzdem passiert es dir immer wieder: Am Abend stellst du fest, dass du wieder mal keine Pausen gemacht hast.

Woran liegt das?

Was kannst du dagegen tun?

Darum geht’s in dieser Podcast-Folge!

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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Embodiment gegen den Schulstress

Embodiment gegen den Schulstress

Embodiment gegen den Schulstress

Wie passt die Pause in den Schultag?

Wenn du den Podcast schon länger hörst, dann weißt du: Ich bin immer auf der Suche nach Ideen, Methoden und Tools, die mehr Gelassenheit in den Schulalltag bringen.

Meine bisher beste Entdeckung: Embodiment!

In der heutigen Podcast-Folge stelle ich dir diesen sehr wirksamen Ansatz vor, um dein Wohlbefinden positiv zu beeinflussen. Du erfährst,

  • warum deine Gedanken manchmal nicht helfen, deinen Stress zu reduzieren
  • Embodiment: was ist das?
  • wie du mit Embodiment-Techniken in Minutenschnelle Stress regulieren und neue Energie tanken kannst
  • meine 3 liebsten Embodiment-Techniken für die Schulpause!

Viel Freude beim Zuhören und Ausprobieren!

Und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

Shownotes

Mein Online-Workshop „Wie passt die Pause in den Schultag?“

Infos und Anmeldung

Podcast-Folgen zum Thema „Stress“:
Teil 1

Teil 2

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Freundschaft schließen mit deinen inneren Antreibern

Freundschaft schließen mit deinen inneren Antreibern

Freundschaft schließen mit deinen inneren Antreibern

 

Hast du schon den Antreiber-Test zur letzten Podcast-Folge gemacht?

Dann siehst du vielleicht schon ein bisschen klarer, was dich antreibt. Warum dich manche Personen und Situationen immer wieder triggern und stressen.

Und jetzt?

Als ich vor vielen Jahren diesen Test gemacht habe, war ich sehr erschrocken, denn bei mir waren alle Antreiber ziemlich stark. Meine erste Reaktion war: Ich will sie unterdrücken, „weg“ haben, bekämpfen. Vor allem fand ich mich selbst „doof“, weil ich mich von diesen Antreibern rumkommandieren ließ.

Das alles war wenig hilfreich, denn wenn wir etwas bekämpfen oder nicht wahrhaben wollen, wird es um so stärker. Und wir brauchen jede Menge Energie für’s Unterdrücken.

Was hilft also?

Was dich weiterbringt, ist: Den inneren Antreiber

  • zu akzeptieren und zu verstehen,
  • ihn zu besänftigen und
  • mit ihm zusammenarbeiten.

Das Akzeptieren deines inneren Antreibers ist leichter, wenn du verstehst, warum er sich antreibt: Was will er von dir? Wovor möchte er dich schützen? Was ist seine gute Absicht? Welche Ängste / Glaubenssätze stecken hinter dem Antreiber?

Es ist auch leichter, ihn zu akzeptieren, wenn du dir seine guten Seiten bewusst machst und lernst, sie für dich zu nutzen. Dann machst du dich auf den Weg, deine(n) Antreiber als Freund(e) zu betrachten.

Denn das Ziel ist, deine Steuerungskompetenz zurück zu gewinnen. Dann erkennst du, wann dein Antreiber „anspringt“ und kannst bewusst entscheiden, ob und in welchem Maß du das zulassen möchtest.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin ist, dass du dich „immun“ machst gegen die Sätze, die der Antreiber dir zuflüstert. Das geht z.B. durch stärkende Sätze, durch Bilder oder durch passende Embodiment-Techniken. Mit diesen Tools kannst du dich selbst von innen stärken, damit der Antreiber die Zügel lockern kann.

 

Dein Antreiber: Mach’s allen recht!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit

 Ziel:

Ich sorge gut für mich und andere.

 Stärkende Sätze:

  • Ich darf es auch mir recht machen.
  • Ich kann nur gut für andere da sein, wenn es mir selbst gut geht.
  • Ich darf herausfinden, was mir gut tut.
  • Ein NEIN zu anderen ist ein JA zu mir.
  • Ich muss nicht bei allen beliebt sein.

Embodiment:

  • Hand auf’s Herz: Zentrierung

 

 

Dein Antreiber: Beeil dich!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Schnelligkeit und die Fähigkeit, Chancen zu nutzen

Ziel:

Ich entscheide bewusst, ob und wofür ich mich beeile.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf mir Zeit nehmen.
  • Ich darf auch mal nichts machen.
  • In der Ruhe liegt die Kraft.
  • Ich darf herausfinden, was für mich sinnvoll ist.
  • „Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“
  • Ich darf Pausen machen.

 

Embodiment:

  • Laaaaangsaaaaam. (Am besten hörst du dir im Podcast an, wie diese Technik funktioniert.)

Mein Bild:

Dösender Löwe

 

 

 

Dein Antreiber: Sei perfekt!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Genauigkeit und Fehlerlosigkeit

 

Ziel:

Ich kann perfekte Leistung abgeben – und ich entscheide, wann und wo ich das tue.

Ich bleibe menschlich.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf so sein wie ich bin.
  • Ich darf Fehler machen und daraus lernen.
  • Ich muss nicht alles wissen und können.
  • Auch andere haben Schwächen.

 

Embodiment:

  • Schulterwurf

Dein Antreiber: Streng dich an!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Gründlichkeit und Durchhaltevermögen

Ziel:

Ich bleibe dran – mit Leichtigkeit und vielen Pausen.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf es mir auch leicht machen.
  • Work smart – not hard.
  • Ich traue mir das zu.
  • Ich nehme mir kleine Aufgaben vor.
  • Ich feiere meine Erfolge.
  • Meine Arbeit darf mir Spaß machen.
  • Ich erlaube mir Pausen und Entspannung.

 

Embodiment:

  • Pfeifen, Singen

 

Mein Bild:

Fröhlicher Frosch

 

 

Dein Antreiber: Sei stark!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Stärke und Unabhängigkeit

Ziel:

Ich habe einen eigenen Standpunkt und vertrete ihn.

Ich kämpfe nur, wenn es nötig ist.

Ich lasse los, wenn es nichts zu kämpfen gibt.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf so sein, wie ich bin.
  • Ich darf offen sein und vertrauen.
  • Ich darf mich öffnen und gleichzeitig schützen.
  • Ich kann um Hilfe bitten und verliere dabei nicht mein Gesicht.

 

Embodiment:

  • Sich selbst umarmen

Nun hast du einen ganzen Werkzeugkasten mit stärkenden Tools.

Immer dann, wenn du bemerkst, dass einer deiner Antreiber das Steuer übernehmen möchte, kannst du dein passendes Werkzeug einsetzen und dem Antreiber sagen: Moment mal, ich hab das im Griff. Schalte ruhig einen Gang zurück. Das ist übrigens für den Antreiber auch eine ganz schöne Entlastung! So könnt ihr hoffentlich Freundschaft schließen.

Ich wünsche euch viel Freude und Erfolg beim Kennenlernen und Anfreunden.

Die Abkürzung: Wenn du dir dabei gezielte individuelle Unterstützung wünschst, verabrede dich gerne mit mir zu einem persönlichen Coaching.

Ich freue mich auf dich!

 

… und denk dran:
Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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#66 Innere Antreiber im Schulalltag

#66 Innere Antreiber im Schulalltag

Innere Antreiber im Schulalltag

Warum tun wir eigentlich nicht das, was gut für uns ist? Warum machen wir keine Pause, wenn wir sie brauchen? Warum übernehmen wir wieder eine Zusatzaufgabe, obwohl unser Terminkalender schon voll ist? Warum sitzen wir bis spät in die Nacht am Schreibtisch, obwohl wir todmüde sind?

Was treibt uns da an? Die Transaktionsanalyse hat als Antwort auf diese Frage das „Konzept der inneren Antreiber“ entwickelt.

Wenn du dir weniger Stress und mehr Leichtigkeit in deinem Schulalltag wünschst, dann lohnt es sich, deine inneren Antreiber genauer kennenzulernen. Denn so hast du die Chance, schneller in die Steuerungskompetenz zu kommen. Dich nicht permanent getrieben zu fühlen, sondern stattdessen gut für dich selbst zu sorgen.

 „Stress entsteht im Kopf.“

In der Podcast-Folge „Kennst du dein Stress-Rezept?“ erfährst du, warum Menschen ein- und dieselbe Situation unterschiedlich erleben. Was dir Stress macht, lässt deine Kollegin vielleicht völlig kalt. Denn erst unsere inneren Bewertungen entscheiden darüber, ob wir eine Situation als stressig erleben.

Bevor wir also auf eine Situation reagieren, spielt sich in uns eine Menge ab. Und da kommen die inneren Antreiber ins Spiel.

Sie spiegeln Botschaften und Glaubenssätze wider, die wir in unserer Kindheit gelernt haben, die aber heute evtl. nicht mehr dienlich für uns sind.

Die Transaktionanalyse (nach Eric Berne und Taibi Kahler) unterscheidet 5 innere Antreiber:

Mach’s allen recht!

Beeil dich!

Sei perfekt!

Streng dich an!

Sei stark!

 

Das klingt erst einmal nach harten Kommandos. Und so können sich innere Antreiber auch bei uns ganz schön unangenehm bemerkbar machen, wenn sie zu stark ausgeprägt sind. Dann kann es passieren, dass wir uns „gezwungen“ fühlen, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. Das kann viel Zeit und Kraft kosten. Andererseits: Dem inneren Antreiber nicht zu folgen, führt oft zu schlechten Gefühlen. Zu starke innere Antreiber sind also massive Stress-Verstärker.

 

Die positiven Seiten der inneren Antreiber

Andererseits brauchen wir die inneren Antreiber, damit wir überhaupt etwas tun und uns weiter entwickeln. Denn sie repräsentieren positive Eigenschaften:

Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit (Mach’s allen recht!)

Schnelligkeit und die Fähigkeit, Chancen zu nutzen (Beeil dich!)

Genauigkeit und Fehlerlosigkeit (Sei perfekt!)

Gründlichkeit und Durchhaltevermögen (Streng dich an!)

Stärke und Unabhängigkeit (Sei stark!)

 

Wichtig ist, diese beiden Seiten der Medaille zu sehen. Denn so hast du die Chance, die stressigen Antreiber-Dynamiken zu deinem Vorteil zu wenden und Freundschaft zu schließen mit dem, was dich treibt.

Die inneren Antreiber, die ich jetzt genauer beschreibe, sind nicht als „Schublade“ zu sehen. Sie werden aktiv in bestimmten Situationen, werden getriggert durch ganz bestimmte Menschen oder Rollen.

 

Mach’s allen recht!

Deine Grundüberzeugung: „Ich bin nur ok, wenn ich es anderen recht mache.“

Erkennungsmerkmale:

  • du bemühst dich, dass alle sich wohlfühlen
  • du passt dich gerne an
  • du nickst oft zustimmend
  • du kannst nicht NEIN sagen

Deine Stärken:

  • Empathie
  • Gruppenprozesse steuern: Wichtig für’s Unterrichten oder beim Elternabend.
  • Sensibilität für Stimmungen: Wichtig z.B. für blitzschnelles Reagieren im Unterricht, um bei Konflikten zu vermitteln oder bei Elterngesprächen.

Wenn dieser Antreiber bei dir zu stark ist …

  • verbiegst du dich für andere (Bsp.: Gefallen tun, am Kopierer vorlassen trotz Zeitdruck, hörst Probleme anderer an trotz eigener Sorgen, übernimmst zusätzliche Aufgaben, immer für Kinder ansprechbar trotz Pause, entgrenzte Arbeitszeit, immer für Eltern da)
  • sorgst du nicht gut für dich

Und so kann sich das im Schulalltag bemerkbar machen:

  • Du übernimmst zusätzliche Aufgaben, obwohl dein Terminkalender voll ist.
  • Du bist für Eltern jederzeit ansprechbar.
  • Du hörst dir in der Pause die Probleme deiner Kollegen an, auch wenn du eigentlich gerne Ruhe hättest.

 

Beeil dich!

Deine Grundüberzeugung: „Ich bin nur ok, wenn ich mich beeile.“

Erkennungsmerkmale:

  • bei dir muss alles schnell gehen
  • du bist oft atemlos
  • du hast immer viel zu tun
  • du fühlst dich oft unruhig, angespannt und ungeduldig
  • dir fällt es schwer, anderen zuzuhören

Deine Stärken:

  • Reaktionsschnelligkeit (Wichtig im Unterricht, z.B. beim Umgang mit Störungen)
  • Flexibilität (Brauchen wir im Schulalltag ständig: z.B. Vertretungsstunde übernehmen, auf Technikausfall reagieren, den geplanten Unterricht ruckzuck abwandeln …)
  • Komplexes Denken (Alle Schüler:innen im Blick haben, umfangreiche Planung für Unterrichtsreihen, …)

Wenn dieser Antreiber bei dir zu stark ist …

  • bist du oft unter Druck
  • hast du keine Zeit für dich (und für andere)
  • hast du Angst, etwas zu verpassen
  • weißt du nicht, was für dich wirklich wichtig ist

Und so kann sich das im Schulalltag bemerkbar machen:

  • Du gönnst dir keine Pausen, weil du so viele Aufgaben zu erledigen hast.
  • Du bist genervt von Kolleg:innen oder Schüler:innen, die sich Zeit lassen.
  • Du hast oft das Gefühl, dass die Unterrichtsstunde zu kurz ist, um alles zu schaffen.

 

Sei perfekt!

Deine Grundüberzeugung: Ich bin nur ok, wenn ich perfekt bin.

Erkennungsmerkmale:

  • du arbeitest sehr genau
  • du brauchst oft sehr lange, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist
  • du rechtfertigst dich häufig
  • du nimmst die Kritik anderer vorweg

Deine Stärken:

  • Organisationstalent
  • Korrekturlesen
  • Verständnis für komplexe Aufgaben
  • Sinn für Vollkommenheit

Wenn dieser Antreiber bei dir zu stark ist …

  • hast du sehr hohe Ansprüche an dich und andere
  • brauchst du oft sehr viel Zeit, um eine Aufgabe zu erledigen
  • bist du selten zufrieden mit deiner Arbeit

Und so kann sich das im Schulalltag bemerkbar machen:

  • Du sitzt viele Stunden am Schreibtisch, bis deine Materialien perfekt sind.
  • Du planst deinen Elternabend bis ins kleinste Detail, damit du dich nicht blamierst.
  • Du schiebst du manche Aufgaben vor dir her (Prokrastination), weil du fürchtest, deinem eigenen Anspruch nicht gerecht zu werden.

 

Streng dich an!

Grundüberzeugung: „Ich bin nur ok, wenn ich mich anstrenge.“

Erkennungsmerkmale:

  • du fühlst dich oft überfordert
  • du spürst einen hohen inneren (Leistungs-)Druck
  • du strengst dich sehr an und zweifelst trotzdem an dir
  • du nimmst dir oft viel zuviel vor
  • du hast Probleme mit dem Zeitmanagement

Deine Stärken:

  • Durchhaltevermögen (Wichtig, wenn du z.B. Schüler:innen langfristig fördern möchtest)
  • Gründliches und umsichtiges Arbeiten (Wichtig bei der Unterrichtsplanung, bei der Korrektur von Arbeiten, …)
  • Fokus auf Ziele

Wenn dieser Antreiber bei dir zu stark ist …

  • fällt dir alles schwer, denn trotz großer Kraftanstrengung zweifelst du an dir
  • bist du selten zufrieden mit dir
  • erlebst du wenig Leichtigkeit, Spaß und Flow

Und so kann sich das im Schulalltag bemerkbar machen:

  • Du hast keine Lust auf neue Projekte.
  • Du hast das Gefühl, mit deiner Arbeit niemals fertig zu werden.
  • Du beneidest andere, die Freude an ihrem Job haben.

 

Sei stark!

Deine Grundüberzeugung: „Ich bin nur ok, wenn ich stark bin.“

Erkennungsmerkmale:

  • du hast viel Power
  • du zeigst selten Gefühle
  • du möchtest dich nicht angreifbar machen
  • du hast gerne Kontrolle über alles

Deine Stärken:

  • Projekte voranbringen
  • Kampfgeist
  • Widerstandskraft
  • Aufgaben lösen

Wenn dieser Antreiber bei dir zu stark ist …

  • möchtest du gegen alles gewappnet sein
  • gibst du keine Schwächen zu
  • fällt es dir schwer, anderen zu vertrauen
  • kämpfst du viel, um dich zu behaupten

Und so kann sich das im Schulalltag bemerkbar machen:

  • Du bittest nicht gerne um Hilfe, weder Eltern noch Kolleg:innen.
  • Dein Stundenplan ist richtig ungünstig für dich, trotzdem wehrst du dich nicht.
  • Du magst es nicht, wenn dir jemand beim Unterrichten zuschaut.

 

Hast du dich wiedererkannt? Wenn du es genauer wissen möchtest: Mach den Test!

Mit dem Eintrag für meinen Newsletter kannst du ihn dir kostenlos herunterladen, denn du bekommst den Zugangslink zu meiner „Schatzkiste“ mit allen Materialien zum Podcast.

Möchtest du dich zu diesem Thema mit anderen austauschen? Dann komm gerne in die

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Wie passt die Pause in den Schultag? Embodiment-Basics

Offene Veranstaltung für Einzelpersonen

Ort:     Zoom-Konferenz

Preis:  45 € pro Person inkl. Materialpaket

Der nächste Termin steht noch nicht fest.

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Mind full oder mindful? -

Achtsamkeit im (Schul)- Alltag

Offene Veranstaltung für Einzelpersonen

Termin:  auf Anfrage

Ort:  Zoom-Konferenz

Preis: 45 € pro Person inkl. Materialpaket

Der nächste Termin steht noch nicht fest.

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Stärkere Resilienz im Schulalltag durch Positive Psychologie

Offene Veranstaltung für Einzelpersonen

(2 Stunden)

Termin:  In Planung (Warteliste)

Ort:  Zoom-Konferenz

Preis: 45 € pro Person inkl. Materialpaket

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