Martina Schmidt

Lehrercoaching

Klopf dir doch mal selbst auf die Schulter! Selbst-Wertschätzung zum Schuljahresende

Klopf dir doch mal selbst auf die Schulter! Selbst-Wertschätzung zum Schuljahresende

Klopf dir doch mal selbst auf die Schulter!

Selbst-Wertschätzung zum Schuljahresende

Wenn du so zurückschaust auf das letzte Schuljahr, welche Gedanken kommen dir dann zuerst in den Sinn?
Denkst du zuerst an das, was gut funktioniert hat? An deine Highlights und Glücksmomente? Deine Erfolgserlebnisse?
Oder fallen dir als erstes die Pannen ein? Dinge, über die du dich geärgert hast?

Vielleicht erwischst du dich gerade dabei, dass dein Fokus oft auf das Negative gerichtet ist. Und damit bist du nicht allein.
Leider ist unser Gehirn nämlich so strukturiert, dass es Negatives besser abspeichert. Reiner Selbstschutz! Ein Relikt aus der Steinzeit: Da war es wichtig sich zu merken, von welchen Beeren man diese fürchertlichen Beeren bekommen hatte …
Außerdem sind wir als Lehrkräfte nochmal ganz besonders darauf trainiert,
die „Fehler“ zu finden – nicht nur die der anderen, sondern auch unsere eigenen.

Selbstkritik üben zu können gilt oft sogar als besondere Tugend.
Und wie ist das mit der Selbstwertschätzung?
Da kommt uns oft als erstes der Spruch „Eigenlob stinkt“ in den Sinn.
Das sitzt tief, ganz besonders bei uns Frauen.
Und doch ist es so wichtig, dass du dich selbst anerkennst für deine Leistungen, deine wertvolle Arbeit.

Heute möchte ich dich dazu einladen, dir selbst auf die Schulter zu klopfen.
Dazu teile ich mit dir 4 Fragen, die ich mir regelmäßig zum Monatsende stelle
du kannst sie jetzt zum Ende des Schuljahresende prima für dich nutzen,
um die letzten Wochen und Monate Revue passieren zu lassen.

Schnapp dir Zettel und Stift und los geht’s!
Am besten nimmst du dir einen überschaubaren Zeitraum, z.B. die Zeit zwischen Oster- und Sommerferien. Schreib alles auf, was dir spontan zu den Fragen einfällt. Und leg dir dann den Zettel und den Stift irgendwohin und schreibe immer mal wieder auf, was dir in den nächsten Tagen noch so alles einfällt. Du wirst sehen: da kommt einiges zusammen!

1. Frage:
Was ist gut gelaufen?

Denk dabei an die verschiedenen Aspekte deines Schulalltags:
Unterricht – Kommunikation – Zusammenarbeit – Zeiteinteilung – Selbstfürsorge – …
Welche Situationen, Projekte, Abläufe waren richtig gut?

Und dann mach dir bewusst: Welchen Anteil hattest DU daran, dass das gut gelaufen ist?
Mach dir klar: das war kein Zufall!
Du realisierst, dass du selbst Einfluss auf die Dinge nehmen kannst, den Umständen nicht hilflos ausgeliefert bist.
Du erkennst, dass eine Situation nur deshalb so gut verlaufen ist, weil DU aktiv mitgestaltet und zum Gelingen beigetragen hast.
Wenn du so denkst, bist du deinen Stärken auf der Spur.

Dafür kannst du dir auf die Schulter klopfen!

2. Frage:
Wofür bist du dankbar?

Wenn du schon ein Glückstagebuch führst (Podcast-Folge 32), kannst du jetzt einfach darin blättern. Du kannst schöne Augenblicke noch einmal wie einen Film in deinem Innern ablaufen lassen.

Sei es die Unterstützung durch deine Familie, der Materialaustausch mit Kolleg*innen, deine Gesundheit, …

Diese Dinge sind dir einfach passiert, sie sind dir geschenkt worden.
Trotzdem kannst du dir selbst dafür auf die Schulter klopfen,
dass sie bewusst wahrnimmst. Du nimmst Glücksmomente nicht als selbstverständlich oder übersiehst sie.
Diese Fähigkeit zur Dankbarkeit ist ein ganz, ganz wichiger Baustein deiner Resilienz.
Denn je häufiger du ganz bewusst deinen Fokus auf Positives lenkst,
umso mehr trainierst du dich, Positives bewusst wahrzunehmen und kommst in eine Aufwärtsspirale!

Frage 3:
Was hast du gelernt?

Ganz wichtige Frage. Interessant finde ich, dass wir sie uns ganz selbstverständlich stellen, wenn’s um unsere Schüler*innen geht.

Und du? Welche neuen Fähigkeiten sind bei dir in diesem Schuljahr dazu gekommen?
Hast du Fortbildungen besucht, die dich weitergebracht haben?
Hast du an deiner persönlichen Weiterentwicklung gearbeitet?
Hast du einfach mutig Dinge ausprobiert?

Das können ganz kleine Dinge sein, wie z.B. die neuen Bedienelemente des Kopieres zu kennen. Oder auch ein großes Projekt, das du angepackt hast.

Was auch immer es ist:
Vielleicht hast du dich selbst überrascht mit dem, was du da gemacht hast.
Wahrscheinlich sind dir unterwegs auch jede Menge Fehler passiert.
Völlig logisch, das gehört ja nun mal dazu.
Auch so ein wichtiger Punkt bei deiner Selbst-Wertschätzung:
Fehlerfreundlichkeit ist ja immer ein super wichtiges Prinzip in Bezug auf unseren Unterricht. Wendest du das denn auch auf dich selbst an?

Klasse finde ich dazu den Satz von Wilhelm Busch:
Aus Fehlern wird man klug,
darum ist einer nicht genug!

Also: was hast du gelernt, auch aus deinen Fehlern?
Worüber konntest du im Nachhinein sogar herzhaft lachen?

Klopf dir dafür auf die Schulter!

Frage 4:
Was ist deine wichtigste Erkenntnis?

In diesem Schuljahr habe ich bei mir festgestellt: Ich bin neugierig, und das hilft mir sehr!
Ich interessiere mich dafür, wie andere etwas hinbekommen und deshalb frage ich gerne. Der Austausch hilft mir, neue Ideen zu bekommen und Stolpersteine zu managen.
Und ich habe echt Spaß daran, Neues auszuprobieren.

Gleichzeitig habe ich bemerkt, dass meine Routinen mir total helfen, in der Spur zu bleiben. Sei es meine Morgenroutine mit Yoga und Meditation, mein Dankbarkeitstagebuch, gemeinsame Mahlzeiten oder mein Mittagsschläfchen.
All das sind wichtige Ankerpunkte, die mir Halt geben und auf die ich deshalb nicht verzichten möchte.

Und du?
Was ist deine wichtigste Erkenntnis?
Was möchtest du davon mitnehmen ins nächste Schuljahr?

Klopf dir selbst auf die Schulter, dass du dir die Zeit genommen hast
für diese Reflexion!

 

Eigenlob stinkt? Nein!

 

Selbstwertschätzung duftet …

 

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Und denk immer dran:

 

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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Resilienz in Krisenzeiten – Interview mit Sylvia Wellensiek

Resilienz in Krisenzeiten – Interview mit Sylvia Wellensiek

Gelassen bleiben im Sturm

Sylvia Wellensiek ist Coach und Autorin zahlreicher Bücher zum Thema „Resilienz“. Mit dem von ihr entwickelten Human Balance Training unterstützt sie Menschen dabei, achtsamer mit sich umzugehen und größere Widerstandskraft zu entwickeln. Ihre Angebote richten sich nicht nur an Führungskräfte und Privatpersonen, sondern auch an Schulen und Lehrkräfte.

In diesem Interview sprechen wir darüber, was Resilienz bedeutet und wie sie schrittweise gestärkt werden kann. Und es geht darum, wie wichtig resiliente Lehrkräfte als Vorbilder für die Schüler*innen sind – nicht nur in der Corona-Zeit.

Du erfährst außerdem,

  • warum die Corona-Zeit wie ein Resilienz-Check für dich ist
  • was du tun kannst, wenn du dich gerade jetzt sehr wenig resilient fühlst
  • welche Chancen für uns alle in der gegenwärtigen Krise stecken
  • wie du dich mit der HASE-Formel in akuten Krisensituationen erden kannst.

Ich hoffe, du kannst aus dieser Folge viele wertvolle Impulse mitnehmen.

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

Shownotes zu Sylvia Wellensiek:

Bücher: https://hbt-akademie.de/ueber-uns/veroeffentlichungen/

Workshops für Schulen: https://hbt-akademie.de/angebote-schule/

Online-Trainingsparcours: https://hbt-akademie.de/demobereich/

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#31 Glitzer im Kopf

#31 Glitzer im Kopf

Interview mit Achtsamkeitstrainerin Sabine Kunst

Glitzer im Kopf. Kennst du das auch?

In diesen Tagen hast du vielleicht ganz besonders das Gefühl, dass sich um dich herum und auch in dir unglaublich viel bewegt. Und, ganz ehrlich, mir geht das nicht nur so in Zeiten von Corona – auch im normalen (Schul-) Alltag fühle ich mich oft so:

Wie eine Schneekugel, die ständig geschüttelt wird.

Was tun, mit all dem herumwirbelnden Glitzer im Kopf?

Darüber spreche ich mit Sabine Kunst.

Sie ist Pädagogin, Achtsamkeitstrainerin und Yogalehrerin.

Von Sabine erfährst du,

  • was der Glitzer im Kopf mit deinem Körper macht
  • wie du den Glitzer ein wenig beruhigen kannst
  • warum Achtsamkeit kein Tool, sondern eine Haltung ist

Viel Spaß beim Zuhören und denk immer dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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#30 Corona macht Schule. Und was macht Corona mit mir?

#30 Corona macht Schule. Und was macht Corona mit mir?


  Das Gedankenexperiment – „Re-gnose“

 

Seit 2 Wochen sind jetzt die Schulen geschlossen. Eine bewegte Zeit, nicht nur in der Schule. Wir werden andauernd von der Wirklichkeit überholt.

Welches Thema passt da in einen Podcast für Lehrergesundheit?

Ich habe da was: Das Gedankenexperiment „Re-Gnose“!

Eine Idee des Zukunftsforschers Matthias Horx, um das Pferd einmal von hinten aufzuzäumen. Er schaut von der Zukunft aus zurück ins Heute.

Seinen Artikel kannst du hier nachlesen:

https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

Ich finde dieses Gedankenexperiment so inspirierend und ermutigend, dass ich es direkt selbst ausprobiert habe. Und zwar für den Bereich „Schule“.

Ich stelle mir vor, dass ich im Herbst 2020 mit meiner Freundin und Lieblingskollegin Iris beim Kaffee sitze. Und ich erzähle ihr wie ich Schule jetzt sehe, nach Corona:

  • unsere Ansprüche an Unterricht
  • den Umgang mit digitalen Medien
  • die Bedeutung von Achtsamkeit

Hör doch mal rein. Und lass dich inspirieren zu deiner eigenen Re-Gnose!

Du bist ganz herzlich eingeladen zum Austausch in die

Viel Spaß beim Zuhören und denk immer dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

 

Deine Martina

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