Martina Schmidt

Lehrercoaching

Die kleine Pause - Lehrercoaching

Ein Hoch auf das Mittagsschläfchen

 

Seitdem ich Lehrerin bin, mache ich ein Nickerchen am Mittag, wann immer es geht.

Das hat schon angefangen vor über 20 Jahre im Referendariat. Als meine Kinder klein waren, habe ich mich auf’s Ohr gelegt, wenn sie schliefen.

Und auch heute ist das Mittagsschläfchen immer noch eins meiner Lieblingsrituale.

Es tut mir gut und es fehlt mir, wenn ich nicht dazu komme.

 

Heute geht’s um 3 Fragen rund um das Mittagsschläfchen:

  • warum brauchst du es als Lehrer*in so dringend?
  • welche Vorteile bringt es dir?
  • wie kommst du aus dem Mittagsloch wieder heraus?

 

Frage 1:

Das kleine Nickerchen nach der Schule – warum brauchst du es so dringend?

Du bist damit nicht alleine!

In meinen Seminaren und Coachings höre ich auch immer wieder, dass viele den Mittagsschlaf brauchen. Manche gönnen ihn sich, manche nicht …

Viele fragen sich, warum sie eigentlich mittags dermaßen erschöpft sind.

Dabei liegen die Erklärungen auf der Hand:

Der Arbeitsalltag in der Schule ist nicht nur stark fremdbestimmt, er ist auch geprägt von

  • extremer Entscheidungsdichte (bis zu 200 Entscheidungen in einer Unterrichtsstunde!)
  • Lärm (übrigens deutlich höher als von der Berufsgenossenschaft empfohlen)
  • vielen unterschiedl. soziale Kontakte (mit Eltern, Schüler*innen, Kolleg*innen, Schulleitung, …)
  • unterschiedlichen Erwartungen, die aufeinander treffen
  • vielen „Mal eben“

Nicht umsonst wird unser Job oft mit dem eines Fluglotsen, einer Fluglotsin, verglichen – was die Entscheidungsdichte, die hohe Konzentration und das Stressniveau betrifft!

Normalerweise ist akuter Stress kein Problem für den Körper, wenn er danach Zeit zur Regeneration bekommt.

Aber genau das funktioniert ja am Schulmorgen eben nicht: Als Lehrer*in hast du leider keine echten Pausen (höre gerne nochmal rein in Podcast-Folge 2).

Das heißt, du bist den ganzen Morgen im Hochleistungsmodus!

Dein Vormittag ist voll von akuten Stress-Situationen, die nicht angemessen bewältigt werden können.

Was dieser Dauer-Stress in deinem Körper bewirkt (Blutdruck, Atmung, Verdauung, Hormone, …) kannst du in Podcast-Folgen 4 und 5 hören, im Interview Lisa Mestars.

 

Sobald du dann nach der Schule zur Ruhe kommst, steuert dein Körper dagegen:

der Mittagsschlaf ist damit so etwas wie der Not-Abschalteknopf.

Ein Shutdown für dein ganzes System,

damit es sich wieder regenerieren kann.

Damit hast du wirklich guten Grund, dir das kleine Nickerchen zu gönnen!

 

Trotzdem fällt genau das vielen Kolleg*innen schwer. Sie schämen sich fast dafür, dass sie sich mittags nach einem Nickerchen sehnen. Und viele erlauben es sich einfach nicht.

Eigentlich ist es aber doch merkwürdig, dass wir Probleme damit haben, uns diese Erholungspause zu gönnen.

 

Denn im Sport zum Beispiel finden wir das völlig normal: wenn die Fußball-Nationalmannschaft trainiert, wird auch immer wieder über die Regenerationsmaßnahmen zwischen den Trainingseinheiten berichtet.

Und da findet das dann jeder richtig und logisch. Natürlich braucht man nach dem Training eine Erholungsphase!

Übertragen auf die Schule absolvieren wir an jedem Arbeitstag eine sehr anspruchsvolle Trainingseinheit.

Und so wie der Körper braucht auch unsere Psyche danach Zeit für Regeneration.

Und genau das ist dein Mittagsschläfchen!

Frage 2:

Welche Vorteile bringt es dir?

Wenn du dir das Mittagsschläfchen gönnst, tust du deinem Körper jede Menge Gutes:

  • es entspricht dem Biorhythmus: der Körper fährt in der Tagesmitte herunter (ansonsten müsstest du 16 Stunden durchpowern!)
  • durch die kleine Pause regeneriert sich dein Körper und du kannst dich anschließend wieder besser konzentrieren, mehr leisten und schneller reagieren
  • es hat positive Auswirkungen auf dein Herz-Kreislauf-System (Mittagsschäfer haben seltener Herzprobleme)
  • dein Stress wird abgebaut (der Blutdruck sinkt, das Herz schlägt langsamer, der Körper im Ruhemodus)
  • du bekommst gute Laune (dein Serotoninspiegel steigt)
  • deine Merkfähigkeit bessert sich
  • es fördert deine Kreativität

Und noch etwas sehr Wichtiges:

Das kurze Schläfchen markiert den Wechsel von Arbeit zu Freizeit

oder von Arbeit zu Home-Office – je nachdem, wie du deine Arbeit einteilst.

 

Frage 3:

Wie kommst du aus dem Mittagsloch wieder heraus?

Das Wichtigste: das kleine Nickerchen darf nicht zu lang sein!

Maximal 30 Minuten. Sonst rutschst du in die Tiefschlafphase – und es kann über 1 Stunde dauern, bis du dann wieder richtig munter wirst.

Ein paar einfache Tipps zum Wachwerden:

  • stell dir einen Wecker
  • trink VORHER einen Kaffee (das Koffein wirkt nach 20-30 Minuten und weckt dich)
  • mach es dir nicht ZU gemütlich, das verführt zum Liegenbleiben
  • bring deinen Kreislauf in Schwung (streck dich, atme am offenen Fenster tief durch)
  • beweg dich (mach einen kleinen Spaziergang, spring ein paar Minuten auf dem Trampolin, …)

Und schon bist du fit für die 2. Tageshälfte.

Nicht umsonst wird unser Job oft mit dem eines Fluglotsen, einer Fluglotsin, verglichen – was die Entscheidungsdichte, die hohe Konzentration und das Stressniveau betrifft!

 

Normalerweise ist akuter Stress kein Problem für den Körper, wenn er danach Zeit zur Regeneration bekommt.

Aber genau das funktioniert ja am Schulmorgen eben nicht: Als Lehrer*in hast du leider keine echten Pausen (höre gerne nochmal rein in Folge #2).

Das heißt, du bist den ganzen Morgen im Hochleistungsmodus!

Dein Vormittag ist voll von akuten Stress-Situationen, die nicht angemessen bewältigt werden können.

 

Was dieser Dauer-Stress in deinem Körper bewirkt (Blutdruck, Atmung, Verdauung, Hormone, …) kannst du in Podcast-Folge #4 und #5 hören, im Interview Lisa Mestars.

 

Sobald du dann nach der Schule zur Ruhe kommst, steuert dein Körper dagegen:

der Mittagsschlaf ist damit so etwas wie der Not-Abschalteknopf.

Ein Shutdown für dein ganzes System,

damit es sich wieder regenerieren kann.

Damit hast du wirklich guten Grund, dir das kleine Nickerchen zu gönnen!

 

Trotzdem fällt genau das vielen Kolleg*innen schwer. Sie schämen sich fast dafür, dass sie sich mittags nach einem Nickerchen sehnen. Und viele erlauben es sich einfach nicht.

 

Eigentlich ist es aber doch merkwürdig, dass wir Probleme damit haben,

uns diese Erholungspause zu gönnen.

 

Denn im Sport zum Beispiel finden wir das völlig normal:

wenn die Fußball-Nationalmannschaft trainiert, wird auch immer wieder über die Regenerationsmaßnahmen zwischen den Trainingseinheiten berichtet.

Und da findet das dann jeder richtig und logisch. Natürlich braucht man nach dem Training eine Erholungsphase!

 

Übertragen auf die Schule absolvieren wir an jedem Arbeitstag eine sehr anspruchsvolle Trainingseinheit.

Und so wie der Körper braucht auch unsere Psyche danach Zeit für Regeneration.

Und genau das ist der Mittagsschlaf!

 

 

Also: Ein Hoch auf das Mittagsschläfchen!

Gönn es dir.

Und denke immer dran: 

Schultern runter, lächeln, atmen….

Deine Martina

 

 

 

 

 

 

 

 

Deine Martina

 

Die Kunst der kleinen Pause -

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Preis: 45 € pro Person inkl. Materialpaket

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Danke an den VBE für die Unterstützung!

 

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Ja, ich möchte mich/ Wir möchten uns für diesen Workshop anmelden. Nach Absenden meiner Daten erhalte ich weitere Informationen per Mail.

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Termin:  In Planung (Warteliste)

Ort:  Zoom-Konferenz

Preis: 45 € pro Person inkl. Materialpaket

 

Preise für Institutionen: Auf Anfrage

Ja, ich möchte mich/ Wir möchten uns für diesen Workshop anmelden. Nach Absenden meiner Daten erhalte ich weitere Informationen per Mail.