Die kleine Pause - Lehrercoaching
# 90 „Gesunde Schule für alle!“ – Interview mit Christoph Köhler

# 90 „Gesunde Schule für alle!“ – Interview mit Christoph Köhler

#90 „Gesunde Schule für alle!“

Interview mit Christoph Köhler

 

Das Duisburger Willy-Brandt-Berufskolleg (WBBK) hat sich diesen Leitsatz auf die Fahnen geschrieben: „Die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens aller Mitglieder der Schulgemeinschaft ist uns besonders wichtig.“

Christoph Köhler arbeitet als Lehrer am WBBK – und er hat dort eine ganz besondere Aufgabe: Er ist der Gesundheitsbeauftragte!

Im Interview erzählt Christoph, wie durch das Prinzip „Gesunde Schule für alle“ innerhalb weniger  Jahren messbar die Gesundheit und Zufriedenheit des Kollegiums gestärkt wurden.

Außerdem sprechen wir über folgende Themen:

  • Was war der Anlass, ein Konzept für Schulgesundheit zu entwickeln?
  • Wie spüre ich als Lehrer:in konkret, dass ich in einer Schule arbeite, die meine Gesundheit wichtig nimmt?
  • Welche Konzepte und Absprachen sind gesundheitsförderlich?

Ich hoffe, du kannst viele gute Ideen für deine Schule mitnehmen!

Übrigens: Dies ist eine weitere Folge aus meiner Themenreihe „Die pausenfreundliche Schule“.
Ich sammle Ideen und Ansätze, um Schule zu einem Wohlfühlort für alle zu machen. Und (auch) uns Lehrkräften erholsame Pausen zu ermöglichen!

Wenn dich die Idee von der pausenfreundlichen Schule genauso begeistert wie mich, dann
lade ich dich herzlich ein zur Online-Ideenschmiede „Pausenfreundliche Schule“.

Wir treffen uns per Zoom am Samstag, den 30.4.2022 von 11-13 Uhr, um Ideen zu sammeln und auszutauschen. Um Fragen zu stellen und uns zu vernetzen.

Hast Du Lust, dabei zu sein? Schreib mir einfach eine Mail an martina@diekleinepause.de mit dem Betreff „Pausenfreundliche Schule“. Dann bekommst du alle weiteren Infos.

Bist du dabei? Wir brauchen dich.

 

Happy teachers change the world!

Deine Martina

Möchtest du dich über diese Podcast-Folge austauschen? Dann komm gerne in die

Ich möchte regelmäßige Infos und kostenfreien Zugang zu allen Materialien!

Pausen-los durch den Schultag?

Pausen-los durch den Schultag?

Pausen-los durch den Schultag?

Warum wir pausenfreundliche Schulen brauchen

Lass uns eine Revolution starten: Die Revolution von der pausenfreundlichen Schule!

Warum ist mir dieses Thema so wichtig?

Ich weiß: Nur, wenn ich voller Energie bin, kann ich die Lehrerin sein, die ich gerne sein möchte.
Nur wenn ich einen klaren Kopf habe, kann ich meine Schüler:innen so begleiten, dass ich am Ende des Tages stolz auf mich bin.

Dafür brauche ich Pausen. Eigentlich logisch, oder?

Und doch weiß ich, dass es in den meisten Schulen ist fast unmöglich, Zeit zu finden für erholsame Pausen.

Ich möchte das gerne ändern.

Wenn du den Podcast regelmäßig hörst, dann hast du von mir schon viele Anregungen bekommen, wie du Pausen in deinen Schultag integrieren kannst. (Schau mal unten in den Shownotes!)

Bei der pausenfreundlichen Schule geht’s aber nicht mehr nur um dich, dein Know-How über effektive Pausen. Um deine klare Absicht, im fordernden Schulalltag gut auf dich zu achten.

Das alles ist sehr wichtig, und mindestens genauso wichtig sind auch die Rahmenbedingungen deiner Schule, damit du überhaupt Zeit und Raum findest für deine Pausen!

Denn es ist verdammt anstrengend – und vielleicht sogar unmöglich, gut für dich zu sorgen, wenn dein Umfeld das nicht fördert oder zumindest respektiert.

Viele von uns erleben ihren Arbeitsplatz in der Schule aber eben genauso – sie haben ein schlechtes Gewissen, sich in dem ganzen Trubel einfach mal ein paar Minuten hinzusetzen und ihr Brot in Ruhe essen. Viele schaffen es ja noch nicht einmal, in Ruhe zur Toilette zu gehen. Und manche verstecken sich sogar, um mal ein bisschen Ruhe zu haben.

Und ich war in den letzten 10 Jahren auch an mindestens 100 Schulen unterwegs, die zwar schön gestaltet sind in Bezug auf die Schüler:innen – die aber nicht einmal die grundlegendsten Bedürfnisse von uns Lehrkräften erfüllen.

Ich finde, das muss sich unbedingt ändern! Deshalb sage ich: Wir brauchen endlich pausenfreundliche Schulen.

So eine Revolution kann ich nicht alleine starten. Ich brauche dich und ganz viele andere Kolleg:innen, die genauso überzeugt sind, dass das wichtig ist.
Um dich für die pausenfreundliche Schule zu begeistern, stelle ich erstmal die grundlegende Frage:

Warum sind Pausen im Schulalltag denn soooo wichtig? Unverzichtbar?
Reicht es denn nicht auch, wenn wir uns mittags / nachmittags nach der Schule ausruhen? Oder am Wochenende?

Zuerst einmal: Was meine ich überhaupt mit Pause?

Pause ist ja eigentlich die Zeit, in der etwas ruht, nicht stattfindet oder nicht getan wird.
Pause, das heißt: Zeit für Regeneration, Abschalten, Umschalten, Nichtstun.

Morgens in der Schule gibt’s ja jede Menge Pausen – aber das echte Pausenfeeling gibt‘s nur für unsere Schüler:innen

Für uns Lehrer:innen bedeutet „Pause“ im schulischen Kontext erstmal einfach nur:„Die Zeit zwischen zwei Unterrichtsstunden – vom Klingeln am Ende der einen Stunde bis zum Klingeln, das den Beginn der nächsten Stunde ankündigt.“

Mit viel Glück kannst du als Lehrerin in dieser Zwischenzeit ein bisschen was unterbringen, was deiner Erholung und Regeneration dient.
Deshalb sage ich:

Schulpausen sind eine Mogelpackung!

Nicht überall, wo Pause draufsteht, ist auch Pause drin.

Und ich wollte mal wissen, ob ihr das genauso erlebt wie ich. Deshalb habe ich eine Umfrage gestartet:Was tust du am häufigsten in deiner Schulpause?

Fast 500 Kolleg:innen haben teilgenommen, das  Ergebnis siehst du hier:

Schulpausen

 

„Entspannen“ – der eigentliche Sinn von Pause – landet auf Platz 10!
Ganz vorne: Aufsicht führen, Gespräche mit SuS, Kopieren und Raumwechsel. Zum Glück auch Toilettenbesuch, Essen & Trinken.

Entspannen auf Platz 10 … Schulpausen haben definitiv nichts zu tun mit Regeneration, Abschalten, Umschalten, Nichtstun.

Das Problem: Die meisten akzeptieren das einfach so. Sie nehmen es wie eine unveränderliche Tatsache hin: So ist Schule halt. Den anderen geht’s auch nicht besser. Das muss man eben aushalten. Dann spare ich mir das Ausruhen halt fürs Wochenende auf.

Oder wir vergleichen uns mit Leuten, die in anderen Berufen arbeiten und da auch nicht ordentlich Pause machen können.

Oder es wird das Arbeitsrecht zitiert, das tatsächlich aussagt, dass uns eine Pause erst nach 6 Stunden Arbeitszeit zusteht. Wenn ich also um 7 Uhr in der Schule starte, dürfte ich rein rechtlich erst um 13 Uhr meine erste Pause einlegen.

Unterrichten ist nicht irgendein Job, sondern eine extrem anspruchsvolle Arbeit, bei der du permanent hochkonzentriert sein musst. Nicht umsonst wird diese Tätigkeit mit der Arbeit von Fluglotsen verglichen – denn ebenso wie ein Fluglotse bist du die ganze Zeit aufmerksam und triffst wichtige Entscheidungen: Hier mal eine Untersuchung dazu:

„Lehrerinnen und Lehrer haben in einer Unterrichtsstunde bis zu 200 Entscheidungen zu treffen und dabei im Durchschnitt 15 „erzieherische Konfliktsituationen“ zu meistern. Bei fünf Unterrichtsstunden sind das ungefähr 1000 Entscheidungen und 75 erzieherische Konflikte.“

Wahnsinn, oder? Da passt der Vergleich mit den Fluglotsen.

Aber in Bezug auf Pausen gibt’s da einen wesentlichen Unterschied:

Fluglotsen dürfen maximal zwei Stunden am Stück arbeiten und müssen danach eine halbe Stunde Pause einlegen – die zählt als Arbeitszeit.

Dass wir nicht verpflichtet sind, genau so häufig Pausen einzulegen – ja, dass es überhaupt nicht vorgesehen ist für uns, das spiegelt wider, wie wenig Wertschätzung für die hochkomplexe Tätigkeit des Unterrichtens da ist.

Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob die Unterrichsstunde gut läuft und du mit deinen SuS in einen richtigen Flow kommst – oder ob es eine von den Stunden ist, in denen alles schief geht und deine SuS nerven – beide Varianten sind hochkomplex und anspruchsvoll.
Und dein ganzes Nervensystem braucht nach einem Flow ebenso dringend eine Pause wie nach einer Fruststunde.
Pausen sind kein unnötiger Luxus.

Aber bekommst du die Pause? In der Regel nicht.

Wenn wir nach einer oder zwei Stunden Hochkonzentration rauskommen aus dem Klassenzimmer, geht’s für uns genauso anstrengend weiter: Um uns herum ist es weiterhin laut, wir sind pausenlos in Interaktion mit anderen, müssen reagieren, antworten, entscheiden und organisieren.
Psychologe Michael Mehrgardt hat beschrieben, was mit uns passiert, wenn das stundenlang aushalten müssen:

„Crowding“ führt zu einer andauernden sensorischen Überstimulation, welche die physiologischen Parameter nachhaltig in die Höhe treibt. Der Lehrer kann sich diesem nicht entziehen, auch „Pausen“ finden in Ansammlungen von Menschen statt. Dies erfordert ständige physische, psychische und geistige Arbeit und verbraucht Energie.“

Um in so einem Schulalltag zu überleben, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als unsere Körperwahrnehmung abzuschalten. Wir fühlen dann gar nicht mehr, wie es uns geht, dass wir müde sind, genervt, angespannt. Erst mittags oder nachmittags, wenn wir nach Hause kommen, sind wir total erschöpft, wollen am liebsten nur noch schlafen.

Das alles sind keine persönlichen Befindlichkeiten oder die Wahrnehmung einzelner Lehrer:innen.

 Studien zeigen, dass sich über 80% der der Lehrkräfte stark belastet fühlen durch die fehlende Möglichkeit, sich in der Schulpause zu erholen.

Einer von TIESLER, BERNDT, STRÖVER u. SCHÖNWÄLDER, u.a. 2002a durchgeführten Untersuchung zufolge steigt in den Pausen die Pulsfrequenz von Lehrkräfte sogar an- ein klares Anzeichen für die hohe psychophysische Belastung in Schulpausen.

Pausen-los durch den Schultag -was passiert da mit mir?

Ich mache einen anstrengenden und anspruchsvollen Job.

Ich habe keine oder wenig Möglichkeiten, im Rahmen meiner Arbeitszeit angemessene Pausen zu machen.

Das führt dazu, dass meine Anspannung im Laufe eines Schulmorgens immer mehr steigt.

Das hat kurzfristig und langfristig Auswirkungen auf meine Gesundheit:

Stresserkrankungen sind laut WHO die Gesundheitsgefahr Nr. 1.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Migräne, Schlafstörungen, Tinnitus, Burnout, … das ist eigentlich schon dramatisch genug.

Und was mindestens genauso dramatisch ist:

Wenn wir im Stressmodus sind, dann sind wir nicht lösungsorientiert. Dann sind wir nicht wirklich offen für unsere Schüler:innen. Dann sind wir nicht in der Lage, flexibel und vielleicht sogar mit Humor auf all das zu reagieren, was uns so im Laufe eines Schultages begegnet.

Kurz gesagt: Wenn ich in meinem Schultag keine Pausen machen kann, dann kann ich nicht die Lehrerin sein, die ich sein möchte.

Leute, unser Job ist nicht irgendein Job!

Auch, wenn dir das vielleicht nicht jeden Tag bewusst ist: Mit deinem Unterricht gestaltest du die Zukunft mit!
Die Art und Weise, wie du mit deinen Schüler:innen umgehst, ob und wie du sie inspirierst, das wird sie prägen.
Ganz nach meinem Leitspruch „Happy teachers change the world“.

Das ist eine riesengroße Verantwortung, die du trägst. Die wir da alle gemeinsam übernommen haben, als wir diesen Job gewählt haben. Und wenn uns das wirklich klar ist, welche große Chance darin liegt, wenn wir unsere Arbeit voller Energie machen, dann ist doch auch klar, dass wir uns für pausenfreundliche Schulen stark machen müssen! Dass wir aufhören müssen zu glauben, dass Pausen in unserem Schultag keinen Platz haben.

Was meine ich mit pausenfreundlicher Schule?

Eine pausenfreundliche Schule

… ist ein Lebensraum, an dem ich mich wohlfühle

… ist ein Ort, an dem meine grundlegenden Bedürfnisse respektiert werden

… ist eine Gemeinschaft, in der der Wert von Pausen geschätzt wird

… versteht Pausen als einen selbstverständlichen Bestandteil des Schulmorgens

… hat Zeiten und Räume für erholsame Pausen

… und bestimmt noch vieles mehr!

 

Und nun? Wie starten wir die Revolution?

Jetzt hast du vielleicht bis hierher gelesen und denkst: Na toll, meine Schule ist überhaupt nicht pausenfreundlich. Wie soll ich das jemals ändern?

Oder du sagst: Na klar, an meiner Schule fühle ich mich richtig wohl. Da passiert schon ganz viel Pausenfreundliches.

Egal, wie’s bei Dir aussieht: Ich brauche Dich! Deine Fragen, deine Ideen, deine guten Beispiele. Ich möchte von dir wissen: Was nervt dich? Was würdest du gerne ändern? Was wünschst du dir? Und wo gibt’s Vorbilder?

Ich habe da schon einige Ideen, wie unsere wir unsere Schulen pausenfreundlicher gestalten können.

Wir könnten nachdenken über die Räume, die wir brauchen. Über die Unterrichts- und Pausenzeiten. Über die Absprachen zu Arbeitszeiten, die wir in unserem Team treffen. Und bestimmt noch über vieles andere.

Das alles kann ich mir gar nicht alleine ausdenken. Und ich bin sicher, dass es an vielen Schulen auch schon richtig gute Ideen und Konzepte dazu gibt.

Deshalb möchte ich dich und hoffentlich ganz, ganz viele andere Kolleginnen einladen zu einem

Online-Ideencamp zum Thema „Pausenfreundliche Schule“.

Wir treffen uns per Zoom am Samstag, den 30.4.2022 von 11-13 Uhr, um Ideen zu sammeln und auszutauschen. Um Fragen zu stellen und uns zu vernetzen.

Wenn dich das Thema „Pausenfreundliche Schule“ anspricht, dann bist du auf jeden Fall richtig!
Hast Du Lust, dabei zu sein? Dann schreib mir eine Mail an martina@diekleinepause.de mit dem Betreff „Pausenfreundliche Schule“. Dann bekommst du alle weiteren Infos.

Lass uns gemeinsam eine Revolution starten! Lass uns die Idee von der pausenfreundlichen Schule raustragen in unsere Schulen, damit wir alle unseren Job so machen können, dass wir am Ende des Tages richtig stolz auf uns sind!

Denn das ist das Wichtigste, was wir unseren Schüler:innen mitgeben können: Wir können ein Vorbild dafür sein, gut auf uns selbst achten, in dieser Welt, die sich immer schneller dreht.

Bist du dabei? Wir brauchen dich.

 

Happy teachers change the world!

 

Deine Martina

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#86 Mein Kollegium ist mein Kapital

#86 Mein Kollegium ist mein Kapital

„Mein Kollegium ist mein Kapital.“

die kleine Pause mit Sylvia Schilling

 

Eigentlich wollte Sylvia niemals Schulleiterin werden. Nun ist sie’s doch!

Und wenn sie schon Schulleiterin ist, dann möchte sie auch gestalten: Für die Schülerinnen und Schüler hat sie das Freiday-Projekt entdeckt.

Und auch das Wohlbefinden ihrer Kolleginnen liegt ihr ganz besonders am Herzen.

Deshalb haben sich alle gemeinsam auf den Weg gemacht, eine „pausenfreundliche Schule“ zu werden.

Im Interview erzählt Sylvia von Pausen-Buddies und Mittagsschläfchen, von HASE-Formel und Kühlpacks und warum sie findet: „Mein Kollegium ist mein Kapital.“

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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Freundschaft schließen mit deinen inneren Antreibern

Freundschaft schließen mit deinen inneren Antreibern

Freundschaft schließen mit deinen inneren Antreibern

 

Hast du schon den Antreiber-Test zur letzten Podcast-Folge gemacht?

Dann siehst du vielleicht schon ein bisschen klarer, was dich antreibt. Warum dich manche Personen und Situationen immer wieder triggern und stressen.

Und jetzt?

Als ich vor vielen Jahren diesen Test gemacht habe, war ich sehr erschrocken, denn bei mir waren alle Antreiber ziemlich stark. Meine erste Reaktion war: Ich will sie unterdrücken, „weg“ haben, bekämpfen. Vor allem fand ich mich selbst „doof“, weil ich mich von diesen Antreibern rumkommandieren ließ.

Das alles war wenig hilfreich, denn wenn wir etwas bekämpfen oder nicht wahrhaben wollen, wird es um so stärker. Und wir brauchen jede Menge Energie für’s Unterdrücken.

Was hilft also?

Was dich weiterbringt, ist: Den inneren Antreiber

  • zu akzeptieren und zu verstehen,
  • ihn zu besänftigen und
  • mit ihm zusammenarbeiten.

Das Akzeptieren deines inneren Antreibers ist leichter, wenn du verstehst, warum er sich antreibt: Was will er von dir? Wovor möchte er dich schützen? Was ist seine gute Absicht? Welche Ängste / Glaubenssätze stecken hinter dem Antreiber?

Es ist auch leichter, ihn zu akzeptieren, wenn du dir seine guten Seiten bewusst machst und lernst, sie für dich zu nutzen. Dann machst du dich auf den Weg, deine(n) Antreiber als Freund(e) zu betrachten.

Denn das Ziel ist, deine Steuerungskompetenz zurück zu gewinnen. Dann erkennst du, wann dein Antreiber „anspringt“ und kannst bewusst entscheiden, ob und in welchem Maß du das zulassen möchtest.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin ist, dass du dich „immun“ machst gegen die Sätze, die der Antreiber dir zuflüstert. Das geht z.B. durch stärkende Sätze, durch Bilder oder durch passende Embodiment-Techniken. Mit diesen Tools kannst du dich selbst von innen stärken, damit der Antreiber die Zügel lockern kann.

 

Dein Antreiber: Mach’s allen recht!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit

 Ziel:

Ich sorge gut für mich und andere.

 Stärkende Sätze:

  • Ich darf es auch mir recht machen.
  • Ich kann nur gut für andere da sein, wenn es mir selbst gut geht.
  • Ich darf herausfinden, was mir gut tut.
  • Ein NEIN zu anderen ist ein JA zu mir.
  • Ich muss nicht bei allen beliebt sein.

Embodiment:

  • Hand auf’s Herz: Zentrierung

 

 

Dein Antreiber: Beeil dich!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Schnelligkeit und die Fähigkeit, Chancen zu nutzen

Ziel:

Ich entscheide bewusst, ob und wofür ich mich beeile.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf mir Zeit nehmen.
  • Ich darf auch mal nichts machen.
  • In der Ruhe liegt die Kraft.
  • Ich darf herausfinden, was für mich sinnvoll ist.
  • „Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“
  • Ich darf Pausen machen.

 

Embodiment:

  • Laaaaangsaaaaam. (Am besten hörst du dir im Podcast an, wie diese Technik funktioniert.)

Mein Bild:

Dösender Löwe

 

 

 

Dein Antreiber: Sei perfekt!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Genauigkeit und Fehlerlosigkeit

 

Ziel:

Ich kann perfekte Leistung abgeben – und ich entscheide, wann und wo ich das tue.

Ich bleibe menschlich.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf so sein wie ich bin.
  • Ich darf Fehler machen und daraus lernen.
  • Ich muss nicht alles wissen und können.
  • Auch andere haben Schwächen.

 

Embodiment:

  • Schulterwurf

Dein Antreiber: Streng dich an!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Gründlichkeit und Durchhaltevermögen

Ziel:

Ich bleibe dran – mit Leichtigkeit und vielen Pausen.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf es mir auch leicht machen.
  • Work smart – not hard.
  • Ich traue mir das zu.
  • Ich nehme mir kleine Aufgaben vor.
  • Ich feiere meine Erfolge.
  • Meine Arbeit darf mir Spaß machen.
  • Ich erlaube mir Pausen und Entspannung.

 

Embodiment:

  • Pfeifen, Singen

 

Mein Bild:

Fröhlicher Frosch

 

 

Dein Antreiber: Sei stark!

Die gute Seite dieses Antreibers:

Stärke und Unabhängigkeit

Ziel:

Ich habe einen eigenen Standpunkt und vertrete ihn.

Ich kämpfe nur, wenn es nötig ist.

Ich lasse los, wenn es nichts zu kämpfen gibt.

 

Stärkende Sätze:

  • Ich darf so sein, wie ich bin.
  • Ich darf offen sein und vertrauen.
  • Ich darf mich öffnen und gleichzeitig schützen.
  • Ich kann um Hilfe bitten und verliere dabei nicht mein Gesicht.

 

Embodiment:

  • Sich selbst umarmen

Nun hast du einen ganzen Werkzeugkasten mit stärkenden Tools.

Immer dann, wenn du bemerkst, dass einer deiner Antreiber das Steuer übernehmen möchte, kannst du dein passendes Werkzeug einsetzen und dem Antreiber sagen: Moment mal, ich hab das im Griff. Schalte ruhig einen Gang zurück. Das ist übrigens für den Antreiber auch eine ganz schöne Entlastung! So könnt ihr hoffentlich Freundschaft schließen.

Ich wünsche euch viel Freude und Erfolg beim Kennenlernen und Anfreunden.

Die Abkürzung: Wenn du dir dabei gezielte individuelle Unterstützung wünschst, verabrede dich gerne mit mir zu einem persönlichen Coaching.

Ich freue mich auf dich!

 

… und denk dran:
Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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#60 Was Lehrkräfte gesund hält – Interview mit Prof. Dr. Bärbel Wesselborg

#60 Was Lehrkräfte gesund hält – Interview mit Prof. Dr. Bärbel Wesselborg

#60 Was Lehrkräfte gesund hält

Interview mit Prof. Dr. Bärbel Wesselborg 

Was sagt eigentlich die Forschung zum Thema „Lehrergesundheit“?

Darüber spreche ich mit Prof. Dr. Bärbel Wesselborg. Sie hat die Anforderungen und Ressourcen unseres Berufs wissenschaftlich untersucht.

In dieser Podcast-Folge erfährst du,

  • welche Rahmenbedingungen Lehrkräften besonders belasten
  • warum deine Unterrichts- und Beziehungsgestaltung so wichtig ist
  • wo du ansetzen kannst, um im Schulalltag gesund zu bleiben.

 

Viel Freude beim Zuhören und denk dran:

Schultern runter, lächeln, atmen …

Deine Martina

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Ich möchte regelmäßige Infos und kostenfreien Zugang zu allen Materialien!

Wie passt die Pause in den Schultag? Embodiment-Basics

Offene Veranstaltung für Einzelpersonen

Ort:     Zoom-Konferenz

Preis:  45 € pro Person inkl. Materialpaket

Der nächste Termin steht noch nicht fest.

Trage Dich gerne für die Warteliste ein.

Ich interessiere mich für diesen Workshop. Bitte setze mich auf die Warteliste.

Mind full oder mindful? -

Achtsamkeit im (Schul)- Alltag

Offene Veranstaltung für Einzelpersonen

Termin:  auf Anfrage

Ort:  Zoom-Konferenz

Preis: 45 € pro Person inkl. Materialpaket

Der nächste Termin steht noch nicht fest.

Trage Dich gerne für die Warteliste ein.

Ich interessiere mich für diesen Workshop und möchte mich für die Warteliste eintragen!

Stärkere Resilienz im Schulalltag durch Positive Psychologie

Offene Veranstaltung für Einzelpersonen

(2 Stunden)

Termin:  In Planung (Warteliste)

Ort:  Zoom-Konferenz

Preis: 45 € pro Person inkl. Materialpaket

Der nächste Termin steht noch nicht fest.

Trage Dich gerne für die Warteliste ein.

Ich interessiere mich für diesen Workshop und möchte mich für die Warteliste eintragen!